Als Badminton-Landesmeister 2015 qualifizierte sich die Jugend des SV Lok Staßfurt für die Norddeutsche Mannschaftsmeisterschaft in Büchen. Die achtköpfige Delegation wurde dabei im Vergleich mit sieben weiteren Teams Dritter.

Büchen (mgr/chj) l Das Turnier startete in zwei Staffeln. Die Staßfurter traten in Gruppe A mit dem TSV Trittau, SSW Hamburg und der SG EBT Berlin an. Das erste Spiel bestritt Lok gegen Hamburg und gewann bis auf das zweite Herrendoppel sowie dem zweiten Herreneinzel alle Vergleiche. Dieses Resultat stellte einen perfekten Start dar und sorgte für genügend Motivation für das anstrengende Turnier-Wochenende.

Die Partie gegen Berlin fiel etwas knapper aus. Nachdem das erste Herren- sowie das Damendoppel und das erste Herreneinzel gewonnen wurde, folgten drei Niederlagen. Damit stand es vor den letzten beiden Vergleichen 3:3. Doch kämpfen wird belohnt: Cash`n Fun-Mitglied Maria Kuse biss sich im Einzel in zwei Sätzen durch. Auch Florian Siebold und Laura Surauf gewannen ihr Mixed deutlich in zwei Durchgängen. Damit war Lok bereits sicher Tabellenzweiter.

Gegen den Titelverteidiger ist für Lok nichts zu holen

Der letzte Gruppengegner war Titelverteidiger Trittau. Den Staßfurtern war klar, dass ihnen ein schwerer Kampf bevorstehen würde. Aber sie wollten alles dafür geben, das Maximum herauszuholen.

Trittaus Trainer konnten sich die ersten Lok-Spiele ansehen, ihre Schützlinge folglich gut einstellen und diese traten entsprechend stark an. Eric Aufzug und Florian Siebold bestritten das erste Herrendoppel. Es entwickelte sich ein taktisches und spielerisch starkes Match. Im ersten Satz hielten die Staßfurter noch gut mit (20:22), doch im folgenden legten ihre Kontrahenten noch eine Schippe drauf (13:21). Auch das zweite Herrendoppel, das Cash`n Fun-Mitglied Paul-Werner Dingethal zusammen mit Philip Grieger bestritt, ging mit 21:16 und 21:15 an die Trittauer Kontrahenten.

Im Damendoppel musste der dritte Satz entscheiden. Maria und Isabelle Puchta behielten dabei mit 21:17 die Nase vorn. Eric stand Daniel Seifert im Herreneinzel gegenüber. Während er den ersten Durchgang mit 21:17 gewann, lagen danach die Vorteile beim Gegner. Auch Florian ging im Einzel nach einem 22:20-Erfolg in Führung. Doch während des zweiten Satzes musste der Staßfurter aufgrund eines starken Wadenkrampfes aufgeben. Das Dameneinzel, das dritte Herreneinzel sowie das Mixed gingen ebenfalls an die Konkurrenz. Am Ende stand es 7:1 für Trittau.

Als Gruppen-Zweiter spielte Staßfurt tags darauf gegen Trittau, den Horner TV und Blau-Weiß Wittorf um die Plätze eins bis vier.

Zuerst traf Lok auf den HTV (Sieger der Gruppe B). Die Schwere der Aufgabe war allen bewusst, ein Sieg aber trotzdem nicht ausgeschlossen. Als erstes Herrendoppel mussten sich Eric und Florian in einem spannenden Vergleich im dritten Satz geschlagen geben. Dafür fuhr das Doppel Maria/Isabelle einen deutlichen Sieg (21:5/21:6) ein.

Isabelles Einzelsieg spornt Eric und Laura im Mix an

Im Dameneinzel trat Isabelle auf Emma Moszczynski. Am Ende setzte sich die Staßfurterin mit 17:21, 21:17 und 25:23 durch. Das gab dem Mixed Eric/Laura noch einmal einen Ansporn, sodass es sich vom Zweisatz-Sieg nicht abbringen ließ. So sprang ein Endergebnis von 3:5 heraus.

Da Trittau parallel mit 6:5 gegen Wittorf gewann, ging es für Lok anschließend im Wettstreit mit dem TSV um Platz drei. Zum Abschluss wollten alle noch einmal ihr Bestes geben. Nach den ersten fünf Vergleichen stand es 3:2 für Wittorf. Und mit den darauf folgenden Siegen hatte keiner gerechnet. Maria Kuse gewann in zwei klaren Sätzen - 3:3. Im dritten Herreneinzel hatte Paul Startschwierigkeiten und verlor den ersten Satz mit 12:21. Den zweiten gewann er aber mit 21:19, sodass die Entscheidung im dritten fallen musste. Am Ende nutze Paul jede Chance und behielt mit 21:10 die Oberhand.

Damit führte Lok mit 4:3 und das Mix sollte das Zünglein an der Wage werden. Dies war mit Eric und Isabelle so stark wie möglich aufgestellt. Mit einem deutlichen Zweisatz-Sieg (21:6/21:9) rundeten beide das Endergebnis auf 5:3 ab. Damit wurde der SV Lok Staßfurt Dritter und war überglücklich über diesen grandiosen Erfolg.

Lok-Spieler glänzen mit Technik und Spaß

Im letzten Spiel konnten die Staßfurter noch einmal zeigen, was sie drauf hatten. Alle verlorenen Vergleiche waren äußerst knapp, bescheinigten dem Lok-Nachwuchs aber dennoch viel Technik, Ausdauer und Spaß am Badminton. Dies wurde auch von den Trainern kontinuierlich aufgebaut. Matthias Kaschel und Marcel Lutze waren die Coaches bei dieser Meisterschaft. Sie gaben wichtige Hinweise und Tipps, um das Spiel zu verbessern. Aber auch die Betreuer sorgten für das Wohl der Teilnehmer.

Rang drei zeigte, dass es sich lohnte, an der Mannschaftsmeisterschaft teilzunehmen. Ein großes Lob gebührte dabei den Trainern und Betreuern Matthias Kaschel, Marcel Lutze, Ines Aufzug und Diana Siebold. Außerdem bedankte sich der SV Lok bei den Sponsoren Stadtwerke Staßfurt, Werner Konze, Küchenstudio Teufer, Matthias Jünemann, Berufsbekleidung D. Weber, Lidl Markt Staßfurt und ABG Hecklingen, die die Teilnahme erst ermöglicht hatten.