Atzendorf (fna) l Selten war es entspannter und wichtiger zugleich für die ZLG Atzendorf, Punkte in der Fußball-Landesklasse einzufahren. Angesichts der Tabellensituation erhoffen sich wohl nur kühnste Optimisten drei Zähler des Zwölften beim Zweiten. Bei nur vier Punkten Vorsprung auf den SV Langenstein auf dem ersten Abstiegsplatz kommt allerdings jeder Zähler gelegen. Und so wäre auch Trainer Steffen Grohe alles andere als abgeneigt, wenn seine Schützlinge morgen ab 15 Uhr erfolgreich Paroli bieten. Die Chancen stehen jedenfalls besser denn je.

Beim Schackstedter SV herrscht nämlich etwas Unruhe. Nach der 0:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Ilsenburg trennte sich der Verein direkt im Anschluss von seinem Trainer Alex Rebel. "Das Vertrauen, das die Grundlage jeder Zusammenarbeit bildet, ist nicht mehr vorhanden", erklärte SSV-Präsident Andreas Gerstenberger gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Nachdem Rebel seinen Wechsel in der Sommerpause zum Salzlandligisten SV 08 Baalberge offiziell verkündete, war das Tischtuch zwischen dem Präsidenten und dem ehemaligen Coach zerschnitten. Für den Rest der Saison wird Oleg Derkach das Training beim SSV übernehmen. Dem ehemaligen Schackstedter Spieler stehen als Assistenten Peter Weging und Frank Ulbricht zur Seite.

Ob das nun tatsächlich ein echter Vorteil für die ZLG ist, wird sich morgen herausstellen. "Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft auf diese Unruhe reagiert. Für uns wird es wichtig sein, hinten so lange wie möglich die Null zu halten und geduldig zu spielen. Das war uns bereits im Hinspiel ganz gut gelungen", schaut Grohe optimistisch nach vorn. Für das Unternehmen "Drei Punkte" gilt also: Alles kann, nichts muss.

Es fehlen: Marcel Maier (erkrankt), Benjamin Schleysing, Sven Wolter (beide fraglich), Artan Isufi (Beruf); SR: Miriam Schweinefuß (Rieder), Lutz Siebert, Ingolf Richter; Hinspiel: 1:1