Derbysieg erzielt, Vize- titel gesichert: Mit einem 33:12 (17:6)-Heimerfolg über die Jugendspielgemeinschaft Schönebeck/Glinde hat die männliche Handball-B-Jugend des HV Rot-Weiss Staßfurt im abschließenden Saisonspiel Platz zwei in der Bezirksliga verteidigt.

Staßfurt l Aus dieser Nummer kam Janik Starosta nicht mehr ohne fremde Hilfe heraus. Im letzten Saisonspiel schickte sich sein Team noch einmal an, die "magische" 30-Tore-Marke zu knacken. Dem Rückraumschützen der Staßfurter war es schließlich vorbehalten, zwei Minuten vor Ultimo den runden Treffer im Kreisderby gegen die JSpG zu erzielen. Wenn anders als im Männerbereich das entsprechende "Strafmaß" in Form der teamumfassenden Versorgung mit Erfrischungsgetränken doch ausbleiben sollte, wäre dies nur der Milde seines Trainers Steffen Panzer zu verdanken: "Das müssen die Jungs unter sich ausmachen."

Dass nach dem abschließenden Saisonspiel geaugenzwinkert werden durfte, lag an zweierlei Dingen: Zum einen war da der souveräne Erfolg in eigener Halle. "Obwohl wir das Hinspiel mit 36:15 gewonnen hatten, sollten sich alle zu 100 Prozent konzentrieren. Bis auf einige individuelle Fehler ist dies auch gelungen", fasste der Trainer zusammen. Zum anderen schloss seine Sieben am Sonnabend mit Platz zwei hinter dem HT Halberstadt als Vizebezirksmeister mehr als versöhnlich ab. "Nach dem Spiel in Calbe aus der Vorwoche (21:23; Anm.d.Red.) waren doch alle sehr niedergeschlagen. Jetzt hatten wir noch einmal die Gelegenheit zu zeigen, dass es besser geht."

Zwar benötigten die Rot-Weissen etwa zehn Minuten Anlaufzeit, fanden nach dem 5:3 jedoch in Folge einer gegnerischen Auszeit zu defensiver Stabilität. Keeper Erik Stein überzeugte durch starke Paraden und der Vorsprung wuchs bis zur Pause sukzessive an.

Mit Wiederbeginn konnte die Staßfurter Bank daher auch auf Rotation setzen. Mit Niclas Zimnick erhielt etwa auch ein Spieler aus dem C-Jugend-Kader noch einmal die Gelegenheit, sich zu beweisen. "Er hat seine Sache gut gemacht und sich auch selbt durch einen Torerfolg belohnt."

Auch Niclas` Nebenleute zeigten sich gut aufgelegt. In der 5-1-Abwehr wurden vermehrt Bälle erobert, die im Tempogegenstoß verwertet wurden, so dass spätestens beim 20:9 (35.) die Vorentscheidung gefallen war. Allen voran Janik erwies sich auf der Deckungsspitze als effektiver Balldieb, gab zudem auf der Aufbauposition die richtigen Impulse im Angriff. "Was uns ausgezeichnet hat, war, dass wir als Mannschaft zusammengespielt haben", äußerte Panzer zufrieden. Ein abschließender 7:0-Lauf in den letzten fünf Minuten sorgte schließlich für zusätzliche Deutlichkeit im Ergebnis.

Staßfurt: Erik Stein, Tobias Trosdorf - Kevin Tacke, Justin Cedric Kliem, Tobias Kunkel (2), Janik Starosta (10), Simon Albrecht (10), Fabian Märtens (2), Niklas Zimnick (1)

Siebenmeter: HVS 1/1 - JSpG 4/4; Zeitstrafen: HVS 1 - JSpG 0

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