Westeregeln (kam/chj) l Der SV Wacker Westeregeln, Spitzenreiter der Handball-Bezirksliga, setzte sich vor heimischer Kulisse mit 46:27 (18:17) gegen die SG Thale/Westerhausen durch. Damit sicherten sich die Grün-Weißen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga.

Die Gäste legten zunächst vor. Erst nach sechs Minuten erzielte Jimmy Klockmann seinen dritten Treffer und damit die erste Führung für Westeregeln. Doch die Harzer blieben weiter dran und legten erneut vor. Es lief nicht rund bei den Gastgebern, sodass Trainer Matthias Zeidler beim 8:8 in der 18. Minute eine Auszeit nahm. Doch auch nach der kurzen Besprechung fand Westeregeln nur mühsam ins Spiel, konnte sich nicht absetzen. Die Führung wechselte minütlich.

Nach 25 Minuten bauten Markus Grau, Christopher Gorges und Mike Garbaczok jeweils per Konter ein minimales Polster für Wacker auf, bis die Gäste die Serie durch eine Auszeit unterbrachen (17:14, 27.). Bis zur Halbzeit konnte sich die SG wieder bis auf ein Tor herankämpfen.

Was auch immer Zeidler in der Kabine ansprach, es wirkte wahre Wunder. Westeregeln präsentierte sich wie ausgewechselt und begann die zweite Hälfte mit einem Fünf-Tore-Lauf von Klockmann, Markus Grau, Garbaczok und Christian Jakobi. Auch eine Auszeit der Gäste stoppte die Grün-Weißen nicht mehr. Der eingewechselte Keeper Andreas Howahl knüpfte an die Leistung seines Vormanns Florian Pierschalla an und parierte einen Strafwurf.

Garbaczok und Gorges wechselten sich mit Kontertoren ab. Erst in der 40. Minute netzte die SG das erste Tor in der zweiten Halbzeit ein, während Wacker nun schon zehn Treffer voraus war (28:18). Kreismann Andy Rothe netzte das 30. Tor per Konter ein, nachdem auch Westeregelns dritter Tormann Stephan von Zabiensky toll parrierte.

Das Spiel war nun bereits entschieden, an Wacker war kein Herankommen mehr, auch wenn die Gäste sich nun einigermaßen sammelten. Rechtsaußen Nick Elsner durchbrach wieder einmal die 40-Tore-Marke. Christian Thamm erzielte beim 43:27 seinen 50. Treffer und auch das 700. Saisontor des SV Wacker. Die letzten drei Treffer gingen auf Steffen Laschkes Konto.

Nach Abpfiff wurde die Mannschaft von den jubelnden Fans und Aufsteiger-Gesängen gefeiert, ehe sie zur Besprechung in die Kabine verschwand. Dort wurde dann von Spielern und Trainer offiziell festgelegt, den Aufstieg in die "Heimat" Verbandsliga anzutreten. Umso freudiger wurden die Grün-Weißen dann draußen von ihren Anhängern und Freunden empfangen.

Das dritte Saisonziel, nach dem Pokalsieg und Wiederaufstieg die lupenreine Weiße Weste beizubehalten, steht weiterhin auf dem Plan des SVW.

"Wir haben uns in Halbzeit eins sehr schwer getan und den Gegner wohl etwas unterschätzt", erklärte Trainer Zeidler. "Wir haben viele technische Fehler produziert und acht 100-prozentige Gelegenheiten vergeben. In der zweiten Hälfte waren die Einstellung und auch die Chancenverwertung dann besser. Zudem waren wir endlich vollzählig und konnten gut durchwechseln. Eine Halbzeit mit 28:10 zu gewinnen, hat man ja auch nicht allzu oft. Am Ende sind wir verdient aufgestiegen und wollen nächste Saison wieder in die Verbandsliga zurück."

Wacker: Pierschalla, Howahl, von Zabiensky - Klockmann (8/2), Liebscher, Thamm (6), Laschke (5), Gorges (3), Rothe (5), Grau (5), Elsner (2/1), Garbaczok (10), Jakobi (2), Pufahl

Siebenmeter: Wacker 4/3 - Thale 4/2; Zeitstrafen: Wacker 2 - Thale 3