Staßfurt (chj) l Den Handballern des HV Rot-Weiss Staßfurt steht heute ab 18 Uhr eines der schwersten und leichtesten Spiele der Saison bevor. Sie empfangen den USV Halle, Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga.

Warum es eines der leichtesten Spiele für die Bodestädter wird, liegt auf der Hand. Die Hallenser weisen eine starke Punktausbeute von 35:11-Zählern auf und haben ganze fünf Vergleiche mehr gewonnen als die Gastgeber. Im Prinzip kann man nur gewinnen, zumal es an der Motivation nicht scheitern wird. Mit zwei Punkten könnte der HVS das Thema Klassenerhalt endgültig zu den Akten legen und sich darauf konzentrieren, in der Tabelle noch etwas zu klettern. "Die Zähler wollen wir schnellstmöglich einfahren", sagt Co-Trainer Andreas Stops, "gern auch schon gegen Halle."

Allerdings ist die Schwere der Partie ebenfalls mit der Tabellenführung der Hallenser begründet. "Der Gegner hat eine gute Truppe", weiß Stops. Er strahlt aus allen Mannschaftsteilen Gefahr aus und hat mit Maximilian Haase einen erfahren Leader, der das Team lenkt und leitet. Außerdem liegt die Stärke des USV darin, dass die Mannschaft schon sehr lange zusammenspielt und auf Tempo geht. "Fehlwürfe und Regel-Technik-Fehler werden eiskalt bestraft", weiß der Co-Trainer. Die Staßfurter müssen also sicher auftreten, um keine gegnerischen Konter zu ermöglichen. Da kommt es Stops und Uwe Mäuer entgegen, dass sie auf den vollen Kader bauen können. Einzig Tobias Rindert dürfte etwas erschöpft sein. Er nahm an der Deutschen Polizei-Meisterschaft teil und belegte den dritten Platz. "Das ist einerseits ärgerlich, andererseits natürlich schön für ihn."

Mut dürfte auch das Hinspiel machen. Zwar unterlag der HVS mit 29:30, jedoch sehr unglücklich. Ein abgefälschter Freiwurf kullerte ins Tor und besiegelte nach einer Leistung auf Augenhöhe die Staßfurter Niederlage.