Wolmirsleben (chj) l "Bedanken möchten wir uns bei Borne für die tolle Gastfreundlichkeit", erklärte Markus Deinert, Trainer des SV Langenweddingen. Der Coach meinte damit die gute Atmosphäre und den fairen Umgang. Angesichts des deutlichen 40:21 (16:11)-Erfolgs seiner Handballer beim SV Germania kommt dem Satz jedoch ein gewisser Beiklang zu. Nur zu Beginn hielt das Schlusslicht der Sachsen-Anhalt-Liga mit, am Ende verteilte es Geschenke und war ein guter Gastgeber, ein zu guter.

Bis zum 8:8 lieferten sich beide Seiten eine Partie auf Augenhöhe. Borne trug die Angriffe geduldig vor und bestrafte die Fehler der Gäste. Doch Langenweddingen steigerte sich und zog zur Pause zum 16:11 davon. Ex-Germane Jörg Friedrich erzielte bis zur Halbzeit vier Treffer, am Ende wurden es sechs.

Nach dem Seitenwechsel fanden fast nur noch die Gäste statt. Die Offensivaktionen der Borner verpufften meist in Harmlosigkeit, endeten mit einem ungenauen Abschluss oder einem Pass, der abgefangen und in einen Gegenlauf umgemünzt wurde. Der SVL entschied den zweiten Durchgang mit 24:10 für sich und stieß am Ende auf immer weniger Gegenwehr. Damit sicherte sich der SV Langenweddingen die entscheidenden Zähler für die Vizemeisterschaft hinter der TSG Calbe. Das Team ließ sich dafür gebührend feiern, während sich Borne nach dem letzten Heimspiel der Sachsen-Anhalt-Liga nur kurz klatschend von den Fans verabschiedete und in der Kabine verschwand.

"Ich denke, dass wir bis auf die Anfangsminuten ein richtig gutes Spiel gezeigt haben", lobte Deinert. "Wir waren vor Borne gewarnt, haben aber die richtige Einstellung gehabt und bis zum Schluss unsere Vorgaben super umgesetzt."

Germania Borne: Krautwald, Brinkmann - Scholz (3/1), Fink (5), Dix, Schafflik, Lahne (3), Hagemeier (1), Halfpap (2/2), Süssig (3), Wegener (3), Heyer, Neugebauer (1)

Siebenmeter: Borne 3/3 - Langenweddingen 3/2; Zeitstrafen: Borne 4 - Langenweddingen 1