Salzlandliga (hla/chj) l Die Salzlandliga kommt der Bundesliga mehr als nah, denn die "Aufstiegswürfel" sind bereits fünf Spieltage vor Ultimo gefallen. Da der Kreisfachverband Fußball Salzland zwei Aufsteiger stellen kann, wird das Führungsduo Unseburg/Tarthun und Nienburg ab August in der Landesklasse spielen. Im Rennen um die Meisterschaft bleibt es aber weiter spannend.

Somit dürfte ab sofort der Tabellenkeller mehr im Fokus stehen. In diesem gab Eickendorf mit dem "Dreier" gegen Winningen ein Lebenszeichen ab und rückte so näher an Wolmirsleben heran. Auch Egeln ist noch nicht im sicheren Hafen. Denn außer Gnadau (Landesklasse, Staffel II) könnte es noch weitere Absteiger geben. Theoretisch ist noch vieles möglich, auch durch eventuelles Zurückziehen einiger Teams.

SV Rathmannsdorf -

SV Wolmirsleben 1:0 (0:0)

Bis zur Halbzeit war es ein zähes und niveauarmes Match zwischen den Strafräumen - mit arbeitslosen Keepern. Dies änderte sich nach der Pause mit einem nun recht agilen Gastgeber. Er zeigte einfach mehr Siegeswillen und erhöhte seine läuferischen Aktivitäten, belohnte sich so auch recht schnell. Der SVR verstand es danach aber nicht, die Wolmirslebener Verunsicherung mit weiteren Treffern zu bestrafen. So fing sich der Gast nach 70 Minuten wieder. In der Folge entwickelte sich ein verteilter Kick mit beiderseitigen Chancen. Die Größte vergab SVR-Keeper Stefan Krüger, der einen "Elfer" über das Tor schoss (80.). So lebte das Match bis zum Schlusspfiff von einem hohen Spannungsgehalt. SVR-Trainer Frank Oehme sah einen mühevollen Arbeitssieg seines Teams.

Tor: Chris Ingler (54.); SR: Kleist (Frose), ZS: 73

Warthe Hakeborn -

Einheit Bernburg 0:5 (0:3)

Die Gäste setzten das Warthe-Gehäuse vom Anstoß weg sofort unter Druck. Somit kam das Spiel der Einheimischen nie zum Tragen. Technisch und läuferisch waren die Kreisstädter oft mehrere Schritte voraus. Dazu musste Spielgestalter Jens Binnebößel nach dem Feldverweis von Keeper Sascha Scherbaum (Notbremse) noch ins Tor. In der Folge ging fast nichts mehr, vor allen im Angriff. Nach Gegentor fünf war die Luft dann völlig raus. Die Gäste vergaben noch einen "Elfer" (90.). Binnebößel parierte, wie schon vor dem 0:3, das erst im Nachschuss fiel.

Tore: 0:1 Benjamin Kuhn (20.), 0:2 Christoph Vatthauer (23.), 0:3 Max Fränkel (31.), 0:4 Christoph Vatthauer (55.), 0:5 Alexander Rettinger (60.); SR: Scheibel (Breitenhagen), ZS: 60, Gelb-Rot: Thomas Wenk (90.), Rot: Sascha Scherbaum (30.) -beide Hakeborn-SV Rathmannsdorf -

SV Wolmirsleben -

1. FSV Nienburg 1:6 (1:3)

Mit seinem kämpferischen und lauffreudigen Start beeindruckte der Gastgeber das Spitzenteam sichtbar. Der 1. FSV trat zu pomadig auf und konnte von Glück reden, dass er bis zum Ausgleich nur einen Gegentreffer kassierte. Die mangelhafte SVW-Chancenverwertung war dabei unübersehbar.

Doch als erste Lücken in der Wolmirslebener Abwehr aufkamen, schlug der Gast eiskalt zu. Denn er hatte inzwischen sein Tempo sichtbar erhöht und drehte das Match binnen drei Minuten. Damit war die Moral der Gastgeber gebrochen, genau wie die körperlichen Kräfte. Ohne viel Mühe kam Nienburg noch zum klaren Sieg.

Tore: 1:0 Thomas Kneisel (20.), 1:1 Stephan Hensel (43.), 1:2 Tobias Donath (44:), 1:3 Jens Maier (45.), 1:4 Denis Neumeister (55.), 1:5 Jan Thiele (60.), 1:6 Jens Maier (75.); SR: Engelhardt (Egeln), ZS: 53

BSV Eickendorf -

Eintr. Winningen 1:0 (1:0)

Die Gäste gaben über 90 Minuten den Ton an, jedoch ohne durchdachtes System. Denn die hohen Flankenbälle waren von der BSV-Abwehr oft leicht zu klären. Zudem spielten sie recht locker in der Abwehr und boten dem Gastgeber immer wieder Räume für Konter. "Aber dann fehlte es uns oft an Qualität", so BSV-Trainer Marco Schmoldt. Kämpferisch gaben alle Eickendorfer jedoch oft mehr als 100 Prozent. Dennoch fiel der Treffer des Tages am Ende nach einem Standard fiel.

Tor: Tino Stille (22.); SR: Feller (Schönebeck), ZS: 26

Rot-Weiß Alsleben -

Neugattersleben 2:1 (1:1)

Der Gastgeber begann bärenstark und brachte den VfB von einer Verlegenheit in die nächste. Nur Neugatterslebens Keeper Philipp Schulze behielt den Überblick. Rot-Weiß ging hochverdient in Führung, weckte damit aber die Gäste. In der Folge gab es einen offenen Schlagabtausch mit vielen Chancen. Am Ende machte Alslebens Torjäger Tim Gadkowsky den Unterschied aus.

Tore: 1:0 Tim Gadkowsky (14.), 1:1 Candy Ledel (15.), 2:1 Tim Gadkowsky (78.); SR: Schinke (Plötzkau), ZS: 90

TSG Calbe II -

Wacker Felgeleben 1:2 (0:1)

Die Gäste waren bei Ballbesitz stets auf Beruhigung des Geschehens aus. Dies ließ sich die TSG-Reserve letztlich auch aufdrücken. Denn die Einheimischen zogen aus ihrer starken Anfangsphase keinen Vorteil. Es wurden viele Chancen vergeben, weil die Gäste im ersten Drittel große Probleme hatten, ihre Reihen zu ordnen.

Mit der Führung im Rücken wurde das Wacker-Spiel nach der Pause durchdachter, vor allem funktionierten nun die Konter. Trotzdem hatte Calbe II genug Möglichkeiten, der Partie eine wende zu geben. Bei den clever vorgetragenen Gästekontern hielt TSG II-Keeper Stephan Herrmann sein Team bis zur Schlussphase im Rennen, konnte aber einen direkt verwandelten Eckstoß zum 1:2 auch nicht verhindern.

Tore: 0:1 Tino Wohlgemuth (43.), 1.1 Florian Schmidt (68.), 1:2 Tino Wohlgemuth (88.); SR: S. Neumann (Staßfurt), ZS: 43

MTV Welsleben -

Unseburg/Tarthun 0:1 (0:1)

Unseburg/Tarthun war von Anfang an die bessere Mannschaft, ging bereits nach vier Minuten in Führung und vergab in der Folge zahlreiche weitere Chancen. Nach der Pause fand der MTV besser ins Spiel, nutzte aber seine wenigen Möglichkeiten nicht. Damit konnten die Gäste mit einem 1:0-Sieg den Aufstieg feiern, zu dem Welsleben fair gratulierte.

Tor: Andreas Kowalski (4.); ZS: Kautz (Calbe); ZS: 94

SV Rathmannsdorf -

Egelner SV Germ. 1:1 (1:0)

Der Gastgeber bestimmte über weite Strecken das Match. Der ESV war meist nur auf Sicherung des eigenen Tores aus und versuchte, über Konter zu Zählbarem zu kommen. Dies hätte am Ende fast zum "Dreier" gereicht. Vorher vergab der SVR aber viele Torchancen und hatte mit Gebälktreffern auch noch Pech. Jedoch fehlte es dem Gastgeber oft auch an der nötigen Abgeklärtheit vor dem Egelner Tor. Zu viel wurde mit der "Brechstange" versucht.

Tore: 1:0 Chris Ingler (FE, 42:), 1:1 Stefan König (50.); SR: Meiners (Groß Börnecke), ZS: 60