Salzlandkreis (chj) l Die Trainer der Fußball-Salzlandliga nominierten gleich drei Torhüter für die "Salzlandelf des Tages", darunter sogar ein Feldspieler. Nachdem Sascha Scherbaum gegen Einheit Bernburg vom Platz gestellt wurde, sprang Jens Binnebößel für ihn im Hakeborner Kasten ein und parierte prompt zwei Strafstöße. Mit 0:5 wurde es dennoch deutlich.

Entsprechend nominierungsfreudig war Bernburgs Trainer Norbert Lehmann. Mit Stürmer Alexander Rettinger, Benjamin Kuhn aus dem defensiven Mittelfeld sowie Verteidiger Tobias Mund stachen drei Spieler hervor. "Tobias organisierte die Defensive nach langer Verletzungpause sehr gut." Kuhn war nach hinten und vorn aktiv und krönte seine Leistung mit einem Treffer sowie einer Vorlage. Das gleiche galt für Rettinger. Trotz alle des Lobes kam Lehmann nicht ohne Kritik aus. Diese betraf die Hakeborner, "die trotz des klaren Ergebnisses übrhart agierten. Ich bin froh, dass sich niemand verletzte."

Helle Freude herrschte bei der TSG Unseburg/Tarthun, die mit einem 1:0 in Welsleben den Aufstieg sicherte. Coach Tino Kirst verriet, dass "zünftig gefeiert wurde". Einen großen Anteil am Sieg hatte Keeper Sebastian Weißke, der 88 Minuten beschäftigungslos war, dann aber mit einer Glanztat die Null festhielt. "Es ist für einen Torwart nicht einfach, wenn man erst ganz am Schluss gefordert wird." Außerdem überzeugte Außenverteidiger Andreas Kowalski. Bei Standards ist er vorn unverzichtbar und wurde so zum "goldenen Torschützen".

Neben den Keepern Weißke und Binnebößel bekam allerdings Eickendorfs Schlussmann Daniel Beck den Zuschlag für die Auswahl-Elf. Beim 1:0-Sieg über Winningen bestritt er nach einer Verletzung seine erste Rückrunden-Partie und war Gold wert. Coach Marco Schmoldt lobte vor allem seine Strafraumbeherrschung. "Was die Abwehr durchließ, hat er abgefangen. Er war traumhaft sicher, was sich auf alle anderen auswirkte." Auch auf Hannes Adam, der Winningens Jens Bilsing abmeldete und trotz Verletzung auf die Zähne biss.

Auf die Zähne beißt momentan auch Wacker Felgeleben. Der 2:1-Erfolg über Calbe II war bereits der vierte Sieg in Folge. Einen großen Anteil daran hatte Tino Wohlgemut, der beide Treffer erzielte. Trotz Rückenproblem überzeugte er Trainer Thoralf Voß. Zumsammen mit Jan Skibinski bildete er den Felgelebener "Defensivcharakter". Eigenständig formierten sich die beiden zur "Doppel-Sechs" um, was dem Coach gefiel.

Etwas unzufrieden war Rathmannsdorfs Trainer Frank Oehme. Er befand vier Punkte aus zwei Spielen als zu wenig. Eine Nominierung bekamen Chris Ingler, der sowohl gegen Wolmirsleben als auch gegen Egeln traf. Außerdem glänzte Dirk Herrmann, der sich bereits im Training aufdrängte und "der Offensive den Rücken frei hielt".

Zufriedener als Oehme war Marcus Reckrühm nach Alslebens 2:1 gegen Neugattersleben, bei dem sich Doppeltorschütze Tim Gadkowsky einmal mehr als rot-weiße Lebensversicherung entpuppte. Außerdem lobte der Coach Mittelfeldspieler Ronald Henning, der "nach hinten clever die Räume schloss und auch nach vorn viel tat". Trotz der Niederlage nominierte auch VfB-Coach Jens Merker einen Spieler. "Candy Ledel zeigte eine starke Leistung."