Atzendorf/Osterwieck (chj) l Man könnte von einer vorentscheidenden Partie in der Fußball-Landesklasse sprechen. Die ZLG Atzendorf (12., 22 Punkte) tritt morgen ab 15 Uhr bei Eintracht Osterwieck (13., 20 Punkte) an. Mit einem Auswärtssieg könnte das Team von Steffen Grohe und Heiko Spangenberg einen großen Schritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt nehmen. Die Vorzeichen dafür stehen jedoch unter keinem guten Stern.

Artan Isufi und Robert Stange müssen arbeiten, Tobias Sura ist krank, Stefan Rock verletzt. Arthur Knoll ist privat verhindert, was man ihm laut Grohe auch eingestehen muss, "da er seit Jahren die Knochen hinhält". Außerdem sah Keeper Lukas Fiser gegen Hadmersleben seine fünfte Gelbe Karte, wodurch der zuletzt bärenstarke Sascha Eisenträger wieder zwischen die Pfosten rücken wird.

Trotz der langen Liste an Ausfällen versichert Grohe jedoch, dass "die erste Elf vernünftig ausfallen wird". Dann hört es allerdings auf, Wechselmöglichkeiten werden Mangelware. Entsprechend werden die Atzendorfer ihre Kräfte einteilen müssen, um nicht wie in der Vorwoche einen zehrenden Endspurt hinlegen zu müssen. "Wir wollen mit aller Macht die Null halten." Die Ausrichtung wird defensiv ausfallen.

Der ZLG aufgrund des 3:1-Hinspielerfolgs die Favoritenrolle zuzuschieben, kommt nicht nur wegen der Personalsituation nicht in Frage. "Das Ergebnis blendet", erinnert sich Grohe. "In der ersten Halbzeit waren wir klar unterlegen, dann fielen zwei glückliche Treffer." Die Eintracht dürfte das umso mehr anspornen.

Trotz der ungünstigen Vorzeichen steckt die ZLG den Kopf nicht in den Sand. "Jeder weiß, worum es geht", ist sich Grohe sicher. "Wir wollen zum Ende keine Endspiele und werden alles geben."

Es fehlen: Artan Isufi, Robert Stange (beide Arbeit), Tobias Sura (krank), Stefan Rock (verletzt), Arthur Knoll (privat), Lukas Fiser (5. Gelbe); Hinspiel: 1:3; SR`in: Viola Dietel (Heudeber)