Während den Fußballern des SV Förderstedt in der Vorwoche die zweite Halbzeit zum Verhängnis wurde, knüpften sie gegen den Kreveser SV an die erste an und fuhren damit einen wertvollen 3:0 (1:0)-Heimsieg in der Landesliga ein.

Förderstedt l Beim MSV Börde führten die Förderstedter zur Pause mit 2:0. Und in der 57. Minute nahm das Debakel seinen Lauf, das schließlich in einer 2:3-Niederlage mündete. Gegen Krevese wurde die Partie nun in der 58. Minute wegen eines Gewitters unterbrochen. Die zweite Halbzeit wurde damit stark verkürzt und die "dritte" nach knapp zehn Minuten gestartet. Als wollte irgendjemand verhindern, dass sich die Börde-Partie wiederholen könnte.

Danach sah es allerdings nicht aus. Förderstedt hatte das Spiel durchweg im Griff. Dies lag vor allem daran, dass sich die Gäste auf lange Bälle beschränkten, die von den Gastgebern permanent abgefangen wurden. So verlebte Marco Janich im Tor einen ruhigen Tag. Er vertrat den angeschlagenen Maik Binnebößel. "Maik bekam im Abschlusstraining einen Schlag auf den Fuß", berichtete Liensdorf. "Er fühlte sich nicht 100-prozentig." In "Endspielen" sei es ratsam, lieber auf fitte Spieler zu bauen.

Auch Liensdorf selbst befand sich nach längerer Abstinenz in der Startelf. Dies habe taktische Gründe gehabt, an deren Umsetzung er "aktiv teilnehmen" wollte.

Es sollte sich auszahlen, denn der Spielertrainer holte gleich zwei Strafstöße heraus. Beide Male wurde eine Ecke kurz auf ihn ausgeführt und seine Flanke "in Manier eines Volleyballers" mit der Hand verhindert. Doch während Marcus Bolze Strafstoß Nummer eins verschoss, verwandelte Lucas Dübeke kurz darauf sicher zum 1:0. Normalerweise sind Elfmeter "Chefsache". Doch beide Schützen schnappten sich selbstbewusst den Ball "und ich muss mich dann nicht hervortun", s0agte Liensdorf. Vor allem Dübecke wollte unbedingt: "Nach seinen beiden Treffern gegen Wernigerode hat er Blut geleckt. Er ist ein Torjäger." Mit der knappen Führung ging es in die Pause.

Gleich zum Anfang hatte der SVF zwei gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Wenngleich beide nicht zum Tor führten, war Liensdorf zufrieden. "Es war wichtig, gleich mit guten Aktionen zu starten." Förderstedt pochte auf das 2:0. Bis die Gewitter-Pause kam. Sie unterbrach jedoch nicht den Vorwärtsgang der Gastgeber. Eine maßgeschneiderte Flanke von Marcus Janich wurde von Florian Abram per Kopf verwandelt. "Das war wie eine Erlösung." Zwar strahlten die Kreveser kaum Gefahr aus, "aber ein langer Ball kann immer mal durchrutschen".

Statt einen Gang herunter zu schalten, blieben die Förderstedter am Ball. "Das 3:0 war das i-Tüpfelchen", sagte ein zufriedener Jens Liensdorf über den Treffer von Markus Müller. "Am Ende waren wir spielerisch einfach überlegen." Voller Freude konnte die Mannschaft Dennis Herrler damit ein schönes Geschenk zu seiner Hochzeit bereiten: Drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

SV Förderstedt: Marco Janich - Loch, Liensdorf, Müller, Marcus Janich, Abram, Dübecke (85. Siebert), Strobach, Buschke, Herrler (46. Conrad), Bolze (80. Fischer)

Tore: Lucas Dübecke (HE, 36.), 2:0 Florian Abram (60.), 3:0 Markus Müller (83.); SR: Sebastian Sauer (Aken); ZS: 78