Osterwieck (chj) l Mit Sorgenfalten trat Steffen Grohe, Coach der ZLG Atzendorf, die Reise nach Osterwieck an. Fünf angeschlagene Spieler in der Startformation und zunächst nur ein stark erkälteter Co-Trainer Heiko Spangenberg auf der Bank. Die Vorzeichen für die Auswärtspartie bei der Eintracht waren denkbar schlecht. Die 1:2 (0:0)-Niederlage kam daher nicht überraschend, obwohl deutlich mehr drin war. Am Ende stand die ZLG nach dem 26. Spieltag der Fußball-Landesklasse jedoch mit leeren Händen da.

Alexander Kutz, Marcus Brüggemann und Stefan Rock befanden sich in der Startelf, obwohl sie verletzt sind. Hinzu kam, dass Phillip Voigtländer und Sascha Eisenträger unter Schmerzen spielten. Und als wäre das nicht genug, konnte Daniel Ebeling arbeitsbedingt erst nach 70 Minuten erscheinen - und Brüggemann erlösen, der nach 25 Minuten einen Schlag auf den Spann bekam und nur noch bedingt laufen konnte. "Aufgrund der Situation war es umso bedauerlicher, dass wir nicht belohnt wurden", sagte Grohe.

In der 52. Minute wurden zunächst die Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis genährt, als Kay Faatz im Nachsetzen zur Atzendorfer Führung traf. Doch postwendend fiel der Ausgleich, der laut Grohe einem "Genickbruch" gleichkam, da in der Folge die Ordnung zerfiel und das 1:2 daraus resultierte. Es gab zwar noch Chancen, wie etwa einen guten Freistoß von Sebastian Tolle oder zwei gefährliche Kopfbälle von Voigtländer, "aber wir hatten das Glück wohl vorige Woche aufgebraucht".

ZLG: Eisenträger - C. Rock, Kutz, Voigtländer, Brüggemann (71. Ebeling), Faatz, Spangenberg, Gehrke, S. Rock, Tolle, Strobusch

Tore: 0:1 Kay Faatz (52.), 1:1 David Wagner (53.), 2:1 Erik Lessmann (67.); SR`in Viola Dietel (Heudeber), ZS: 112