Traditionell veranstaltete der SV Bode Löderburg kurz nach Beendigung der Punktspiel-Saison 2014/15 das Bode-Pokalturnier im Tischtennis. In diesem Jahr war es bereits die 41. Auflage des Wettbewerbs für Zweiermannschaften für Spieler bis zur Bezirksliga.

Löderburg (lde/chj) l Während die Gastgeber beim Jubiläumsturnier im Vorjahr mit der Beteiligung noch unzufrieden waren, nahmen diesmal 16 Teams aus sieben Vereinen teil. Die Löderburger Sporthalle war prall gefüllt. Mehrere Platten waren nebeneinander aufgebaut, das Klacken der Bälle ertönte permanent und wurde hin und wieder von Rufen der Freude - oder der Unzufriedenheit - übertönt.

Bevor es losging, wurden die Vorrunden-Gruppen ausgelost. Es wurde darauf geachtet, dass Teams desselben Vereins nicht in einer Gruppe landeten. Traditionell eröffnete Löderburgs Bürgermeisterin Elvira Bartsch das Geschehen. Bevor die Spieler jedoch an die Platten durfen, erläuterten die Organisatoren Lothar Deichsel und Candy Riedel den Ablaufplan.

Und noch einmal mussten sich alle in Geduld üben. Denn bevor es losging, wurden die Löderburger Markus Bode und Enjo Amme vom befreundeten Verein Froser SV Anhalt geehrt. Sie nahmen am 6. Froser Osterhasen-Turnier teil. Amme landete im Einzel - nach zehnjähriger Tischtennis-Abstinenz - auf dem fünften Platz. Bode erreichte im Doppel mit Marco Wilke den zweiten Rang. Nachdem die ersten Pokale überreicht wurden, waren alle Teilnehmer heiß, selbst welche zu erspielen.

Und gleich in den Vorrunden gab es einige Überraschungen. In Gruppe A, die am ausgeglichensten besetzt war, blieben mit der Löderburger Paarung Dietmar Stock/Daniel Schröder sowie den Frosern Volker Teuke/Marco Elzemann zwei Teams hängen, die von allen eigentlich in der Endrunde erwartet wurden. Stattdessen zogen Steffen Heinemann/Gunnar Krause (TTC "Glück Auf" Staßfurt) und Gerhard Hoffmann/Thomas Müller (Völpker TTV) in die Endrunde ein.

"Youngsters" heizen den "alten Hasen" ein

Auch in Gruppe B ging es spannend zu. Zwar blieben die Vorjahressieger Zhahid Abdul/Shahid Abdul (Beendorf) ohne ernsthafte Konkurrenz, dafür gab es aber einen harten Dreikampf um Platz zwei. Diesen lieferten sich Markus Bode/Björn Weber (Löderburg), Hoffmann/Remus (Burg) und die jüngste Paarung Erik Nagel/Eric Bunk (zwölf und 16 Jahre, beide Froser SV). Nach zwei Runden sah es danach aus, als würden die "Youngsters" die "alten Hasen" in die Schranken weisen. Doch sie landeten auf dem undankbaren dritten Platz - hinter Bode/Weber. Lob und Anerkennung ernteten die Froser trotzdem von allen.

Bode/Weber halten Löderburgs Fahne hoch

In den beiden anderen Gruppen blieben Überraschungen aus. Unerwartet war lediglich der Sieg von Werner Hussak/Norbert Boßmann (Preußlitz) gegen die Löderburger Gerd Reimann/Tobias Beyer. Damit stand fest, dass von den vier Paarungen der Gastgeber nur eine in die Endrunde einzog - mit Markus Bode/Björn Weber ausgerechnet die vermeintlich schwächste. Auch die Froser traten mit vier Teams am, doch keines davon überstand die Vorrunde. Dennoch blieben die Spieler beider Vereine, die eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet, bis zum Schluss. Dieses Verhalten war nicht bei allen Teams gegeben.

In der Endrunde blieben vom Viertelfinale bis zum Endspiel Überraschungen aus. Stets behielten die Favoriten die Oberhand. Zwar unterstützen die Zuschauer immer die Unterlegenen, doch es half nichts. So kam es, wie es kommen musste - zum vereinsinternen Finale des TTC Beendorf. Die Favoriten und Vorjahressieger Abdul/Abdul traten gegen Mathias Hoffmann/Ingo Rohde an und gewannen auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpokal. Im Spiel um Platz drei behielten Holger Langenhain/Alexander Dudda (TTV Bernburg) gegen die Staßfurter Krause/Heinemann die Oberhand.

Bilder