Ilsenburg (chj) l Die Fußballer des SV 09 Staßfurt hatten keinen leichten Gang zu absolvieren. Sie traten beim FSV Grün-Weiß Ilsenburg an - dem Spitzenreiter der Landesklasse. Während es bei den Gästen im Prinzip um nichts mehr ging, lag der Motivations-Vorteil bei den Gastgebern. Denn mit einem Heimsieg bestand die Möglichkeit, vorzeitig die bedruckten Shirts des Meisters sowie Aufsteigers hervorzuholen. Dies gelang den Harzern auch. Sie setzten sich mit 2:0 (1:0) durch und ließen die Korken knallen.

Überraschend kommt der Meistertitel des FSV nicht. Mit erst drei Niederlagen und einem Remis sind die Grün-Weißen das Maß der Dinge. Umso überraschender war es, dass die Staßfurter dem Spitzenreiter ordentlich Paroli boten. Während sich viele Gästemannschaften in Ilsenburg als Mauerwerk probierten, suchte der SV 09 sein Heil in der Offensive. Ein Kopfball von Felix Jesse war in der dritten Minute das erste Ausrufezeichen.

Doch in der Folge übernahm der Gastgeber das Zepter und überlistete die Staßfurter Hintermannschaft ein ums andere Mal. Ohne Robert Michalak wäre der FSV Grün-Weiß deutlich früher in Führung gegangen. Binnen zwei Minuten blieb der Keeper zweimal Sieger im Eins-gegen-Eins mit den Ilsenburgern Martin Salajka und Dawid Lozinski. In der 44. Minute war allerdings auch Michalak machtlos. Dawid Grittner bediente Steven Boas mustergültig, der keine Probleme hatte.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Staßfurter keinesfalls geschockt vom späten Gegentreffer. Chancen, wie ein abgefälschter Schuss von Bastian Jesse, blieben jedoch aus.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatten die Gastgeber das Geschehen dann wieder im Griff. Das 2:0 lag in der Luft, doch Sebastian Fabich traf aus kürzester Distanz das Tor nicht.

Als Sebastian Fabich über die linke Außenbahn nach innen zog, vom SV 09 nicht gestoppt werden konnte und zum 2:0 einschob, war die Freude groß. Die Ilsenburger fieberten krampfhaft dem Abpfiff entgegen, um ihre Feier zu beginnen. Nach zwei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter David Kawitzke ab und besiegelte den Grün-Weißen damit den Titel sowie den Aufstieg in die Landesliga.

Die Staßfurter hingegen rutschten auf den achten Platz ab. Mit einem Sieg gegen Hötensleben, (Sonnabend, 15 Uhr) könnte sich der SV 09 einen direkten Konkurrenten vom Hals halten. Im Falle einer Niederlage droht sogar noch der neunte Rang, was den eigenen Ansprüchen nicht entspräche.

SV 09 Staßfurt: Michalak - Hosenthien, Hartmann, B. Jesse (86. Kasper), Siegel, F. Jesse, Lieder, Gurn, Stachowski, Klemmer (71. Schreckenberger), Härtge

Tore: 1:0 Steven Boas (44.), 2:0 Sebastian Fabich (83.); SR: David Kawitzke (Osterwieck); ZS: 90