Der Arawaza-Cup zog auch in diesem Jahr viele Vereine und Nationen nach Halle. Karatekas aus Belgien, Polen, England, Schottland, Tunesien, Russland, Österreich, den Niederlanden, der Slovakei und Deutschland wollten sich messen. Mit dabei waren auch Athleten der Sport- und Karateschule Staßfurt - und das erfolgreich.

Halle (kto/chj) l Die Gelegenheit, sich international zu messen, wollten sich die Bodestädter nicht entgehgen lassen. Es starteten erfahrene Kämpfer, aber auch der Nachwuchs. So waren sowohl die Kategorien der Kinder U 8 als auch die Leistungsklasse von den Staßfurtern besetzt. Die jüngsten Starter des Vereins waren Johann Tomischka und Ben Heller. Beide sind Erstklässler, sammeln aber dennoch bereits Wettkampferfahrung.

Der Arawaza-Cup begann mit der Kategorie Kata, den stilisierten Kämpfen. Dies ist die Disziplin der Staßfurter Jenny Spohn, Jule Tomischka, Lucas Tomischka und Lucas Herrmann. Jenny erkämpfte sich bei den Mädchen U 18 Bronze. In dieser Kategorie konnte sich Jule in der Trostrunde ebenfalls bis zum dritten Platz durchsetzen. Sie ging gleich zweimal an den Start und erreichte in der U 16 auch noch Silber.

Lucas Tomischka und Lucas Herrmann traten ebenfalls in zwei Altersklassen an. Bei den Jungen U 18 unterlag Lucas Tomischka seinem Gegner im Finalkampf und wurde folglich Zweiter. Lucas Herrmann schied bereits in den Vorkämpfen aus. In der U 21 lief es jedoch besser und so standen sich dort beide Trainingspartner im Finale gegenüber. Tomischka besiegte seinen Vereinskollegen und zog folglich als Sieger aus dem Kampf.

Auf Kata folgt Kumite, die reine Zweikampf-Disziplin. Hier behauptete sich Dean Schmid aus dem Staßfurter Nachwuchs in der U 12 ab 43 Kilogramm. Er belegte das erste Mal Platz drei bei einem internationalen Turnier. Bei den Jungen U 14 (bis 42 Kilogramm) ging Michel Buchholz an den Start und freute sich schließlich ebenfalls über Bronze.

Kurz darauf stand wieder ein Karateka der Bodestädter im Finale. Luca Geist (U 16 bis 70 Kilogramm) zeigte zwar saubere Fauststöße, dennoch gelang es ihm nicht, seinen Gegner zu bezwingen und er erhielt somit Silber. Auch Luisa Brett (U 18 bis 53/bis 59 Kilogramm) konnte die Kampfrichter im Finale nicht richtig überzeugen, wodurch sie ebenfalls Zweite wurde. Luisa kämpfte zusätzlich mit ihren Staßfurter Mitstreiterinnen Lisa Zimmermann und Fabienne Gottschalk im Team der U 18. Die Bodestädterinnen sicherte sich die Silbermedaille. Lisa war außerdem in der U 18 ab 59 Kilogramm erfolgreich. Dort erreichte sie Platz drei.

Felix Kuse unterlag seinem polnischen Kontrahenten in der Vorrunde knapp. Er rappelte sich jedoch noch einmal auf und erkämpfte sich über die Trostrunden den dritten Rang.

"Der Arawaza-Cup gewinnt jedes Jahr an Niveau und entwickelt sich zu einem gut besetzten, internationalen Wettkampf, der dank der Organisation des Karate Instituts Halle eine tolle Atmosphäre für alle Zuschauer und Athleten bietet", hieß es von den Bodestädtern.

Die Sport- und Karateschule Staßfurt startete für den Karateverband Sachsen-Anhalt, der mit insgesamt 51 Medaillen (zehnmal Gold, 19-mal Silber und 22-mal Bronze) den ersten Platz in der Gesamtwertung aller Vereine belegte. Deutschland belegte mit 249 Medaillen den ersten Rang in der Länderauswertung, gefolgt von Polen mit 52 und der Slowakei mit fünf Medaillen.

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