Staßfurt (sam). Für Helmut Kurrat sind Roman Bruchno, Sebastian Retting, Stefan Wiederhold und Sebastian Scholz keine Unbekannten. Die Handballer des Mitteldeutschen Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt waren nämlich einst Schützlinge des 51-Jährigen, die er als Landestrainer oder bei der SG Eintracht Glinde betreute. Am Dienstag gab es dann ein Wiedersehen. Für das Schwelgen in Erinnerungen war Kurrat allerdings nicht nach Staßfurt gereist, sondern um ein gemeinsames Training durchzuführen.

Kurrat wird nun immer dienstags die Einheit von Trainer Reiner Baumgart, der beruflich sehr eingespannt ist, übernehmen. Dabei will er auch seine Erfahrung – er war unter anderem Coach im DHB-Nachwuchsbereich sowie des Bundesligisten SC Magdeburg – an die jungen Akteure weitergeben. "Bisher war es immer so, dass Reiner mir geholfen hat. Jetzt kann ich ihn unterstützen." Mehr will Kurrat nicht. "Ich will nur helfen. Ich werde in den kommenden Wochen weder als Co-Trainer fungieren, noch am Wochenende auf der Trainerbank platznehmen", stellte er klar. Als Leiter des Olympiastützpunktes Magdeburg/Halle hat er nämlich einen vollen Terminkalender.

Das Verhältnis zwischen Baumgart und Kurrat ist mehr als gut, schon freundschaftlich, liefen doch beide Anfang der 80er Jahre gemeinsam für den SC Magdeburg in der DDR-Oberliga auf. So verständigten sie sich bereits am Montag, dass Kurrat die Konzentration in den Einheiten besonders auf den Athletik- und Abwehrbereich legen soll. "Reiner ist es dann am Donnerstag und Freitag vorbehalten, die Mannschaft auf die Aufgabe und den Gegner am Wochenende einzustellen."

Für die Staßfurter wird es am Sonnabend, 12. Februar, um 16.30 Uhr wieder ernst, wenn dann im Kampf um den Ligaverbleib die SG Eintracht Glinde zum Derby in der Merkewitz-Halle erwartet wird.