Westeregeln (bho). Mit einer erneut sehr schwachen Angriffsleistung verlor Wacker Westeregeln am vergangenen Sonnabend sein zweites Spiel in Folge mit 23:26 (13:11) gegen den BSV 93 Magdeburg II und verharrt weiter auf Platz acht in der Handball-Verbandsliga. Da auch die Konkurrenz im Kampf um den Ligaverbleib keine Punkte holte, bleibt es beim Drei-Punkte-Abstand zu einem Abstiegsrang.

Nach der neuerlichen Niederlage steckt Wacker nun wieder mittendrin im Abstiegsstrudel und muss in den kommenden Begegnungen endlich wieder zur Form aus der Vorsaison finden. Warum es derzeit nicht so richtig läuft beim Vizemeister 2009/10, das bleibt weiterhin ein großes Rätsel. Erkennbar sind jedoch die vielen technischen Fehler und die Schwäche im Abschluss. Das wurde gegen die Olvenstedter erneut deutlich. Westeregeln ging zwar durch Göran Feldheim in der ersten Minute mit 1:0 in Führung, doch schon nach fünf Minuten lagen die Hausherren mit 2:3 erstmals in Rückstand.

Schon in der Anfangsphase zeigte Wacker, wie schon in den vergangenen Spielen, Schwächen im Angriff. Als Robert Reiske in der 16. Minute zum 8:5 für die Gäste traf, wurde es erstmals bedrohlich eng für Wester-egeln. Doch noch konnte die Mannschaft den Kopf aus der Schlinge ziehen und profitierte nun von Fehlern der Magdeburger. Andy Rothe und ein Dreierpack von Tobias Deutscher sorgten nach 21 Minuten für die erneute Führung (9:8). Wacker baute seinen Vorsprung zur Pause noch um ein Tor aus und ging mit einer glücklichen 13:11- Führung in die Kabine.

Die Abschlussschwäche wurde gleich nach der Pause offensichtlich, als es nicht gelang, sich beim 14:12 (32.) entscheidend abzusetzen, als der Kontrahent diese Phase mit nur drei Feldspielern auf der Platte überstehen musste. Wacker agierte zu diesem zeitpunkt zu hastig und ungenau – vergab reihenweise klarste Torchancen. Als die Gäste wieder komplett waren, stand nur ein 16:14 (35.) auf der Anzeigetafel. Das baute die Gäste natürlich weiter auf und Wacker haderte weiter mit den vergebenen Möglichkeiten.

Da die Gäste ebenfalls sehr viele Fehler im Spiel nach vorn produzierten, konnte der Gastgeber seinen Vorsprung bis zur 49. Minute halten und mit dem Treffer von Christian Thamm zum 21:18 sogar ausbauen. Doch dann brach das Team komplett ein. Ohne Tobias Deutscher, der mittlerweile Rot (41.) gesehen hatte, übertraf sich der Rest der Mannschaft im Auslassen von sehr guten Chancen. Bis zur 58. Minute gelang Wacker kein weiterer Treffer. Die Magdeburger brauchten in dieser Phase "nur" fünf einfache Tore zu erzielen, um auf 23:21 davonzuziehen. Als Feldheim in der 58. Minute zum 22:23 verkürzte, keimte noch einmal etwas Hoffnung auf, aber die erhoffte Schluss- offensive blieb aus. Lediglich Markus Grau konnte 30 Sekunden vor dem Ende zum 23:25 verkürzen, aber da war die Partie bereits entschieden.

Westeregeln muss sich in den kommenden Begegnungen unbedingt im Angriff steigern, denn 20 Treffer gegen Biederitz und nun 23 gegen den BSV II waren einfach zu wenig, um am Ende ein Spiel für sich zu entscheiden.

Westeregeln: Howahl, Beck – Rothe (4), Chrzan, Deutscher (4), Grau (3), Thamm (5), Rohde (1), Jakobi (3/2), Feldheim (2), Gorges, Deinhard (1), Götze, Sechting

Magdeburg II: Fresia, Thielke und Krost – Reiske (3), Schrader (1), Seidler (5/1), Ogrisek, Tietzmann (2), Lärm (2), Velke (2), Jander (7/3), Kirsten (4), Lehmann

Strafwürfe: Wacker 7/3, BSV 5/4; Zeitstrafen: Wacker 4, BSV 8; Rot: Deutscher (41, Wacker), Jander (33., BSV), Tietzmann (57., BSV, 3x2 Minuten)