Großes Finale in den Nachwuchs-Volleyball-Ligen Sachsen-Anhalts. Am Wochenende wurden in den Altersklassen U 14 und U 18 die Landesmeister ermittelt. Dabei errang die weibliche U 18 der SG Schönebeck/Staßfurt den Titel. Für die größte Überraschung sorgte jedoch die weibliche U 14 des FZV Eintracht Güsten, die als Außenseiter die Silbermedaille gewann.

Dessau/Braunsbedra/Staßfurt/Güsten (sgl/okr/fna). Als der Hallensprecher zur Siegerehrung die Güstener Volleyballerinnen aufrief, sprach er "von der größten Überraschung" des Turniers in Braunsbedra. Tatsächlich war mit dem Vize-Landesmeistertitel für die Eintracht-Mädchen im Vorfeld nicht zu rechnen.

Gleichwohl waren sie als Drittplatzierter der Vorrunden-Spieltage angereist, brauchten sich also nicht zu verstecken. Gespielt wurde in zwei Gruppen mit jeweils drei Mannschaften. In der ersten Partie traf Güsten auf den VC 97 Staßfurt. Der Druck war enorm, ging es doch bereits hier um den Einzug ins Halbfinale. Die Eintracht-Mädchen lösten ihre Aufgabe souverän, gewannen nach einer nervösen Anfangsphase klar in 2:0 (15, 20)-Sätzen. Im zweiten Spiel blieb das Team erwartungsgemäß chancenlos. Gegner Braunsbedra hatte sich im Winter noch einmal personell verstärkt und siegte klar in zwei Sätzen.

Dennoch hatten sich die Güstenerinnen für das Halbfinale qualifiziert und damit Rang vier bereits sicher. Gegner war der in der Vorrunde ungeschlagene Titelfavorit USV Halle. Was der Eintracht-Nachwuchs in diesem Spiel zeigte, war Volleyball auf extrem hohem Niveau. Druckvolle Angaben, schöne Kombinationen, gute Blockarbeit und Aggressivität im Angriff waren die Basis für einen überzeugend herausgespielten Zwei-Satz-Sieg (15, 15). Mit überschwänglicher Freude feierten die Güstenerinnen damit den Einzug ins Landesfinale.

Im Endspiel gegen Braunsbedra verkauften sich die Mädchen dann noch einmal hervorragend, auch wenn am Ende eine klare Zwei-Satz-Niederlage (-12, -11) zu Buche stand.

Dem Jubel des Teams tat dies keinen Abbruch. Die Schützlinge der Trainer Thomas Kinne und Sven Gleisberg avancierten damit zum besten Volleyballteam dieser Altersklasse im Salzlandkreis und qualifizierten sich gleichzeitig für die Nordostdeutschen Meisterschaften am 2. April in Braunsbedra.

Zufrieden mit ihrer Leistung zeigten sich auch die U 14-Volleyballerinnen des VC 97 Staßfurt, die mit einem hart umkämpften 2:1 (-25, 21, 15)-Satzerfolg gegen Ballen- stedt Rang fünf sicherten.

FZV Eintracht Güsten: Laura Hanemann, Sabrina Senf, Lisa Kaschel, Vanessa Förster, Laura Berner, Peggy Wenig

VC 97 Staßfurt: Luisa Mollenhauer, Anna-Lena Kotzyba, Nina Fieder, Melissa Moye, Alia Degenhardt, Elisa Döring, Maria Kuse, Frederika Nagelschmidt

Die U 14-Jungen des VC 97 Staßfurt haben die Qualifikation für die Nordostdeutschen Meisterschaften knapp verpasst. Bei der Landesendrunde in Dessau errangen sie den dritten Platz.

Nachdem sie die Gruppenphase als Zweiter abschlossen (0:2 Dessau, 2:1 Ballenstedt), entschieden sie das kleine Finale gegen den Genthiner VV mit 2:0 (16, 19) für sich. Auffälligster Akteur der Begegnung war Julian Nüssel vom VC 97.

Als in der Sporthalle des Dr.-Frank-Gymnasiums Staßfurt die Siegerehrung vorgenommen wurde, war es bereits 18 Uhr. Acht Stunden hatten die sechs qualifizierten weiblichen U 18-Teams in einem ausgeglichenen Turnier um die Medaillen gekämpft. Am Ende setzte sich die SG Schönebeck/Staßfurt in einem spannenden Finale mit 2:1 gegen den SV Braunsbedra durch.

Schon die Vorrundenspiele verliefen sehr ausgeglichen. In Gruppe A trafen SV Braunsbedra, SG Schönebeck/Staßfurt und VC Staßfurt aufeinander. Jede Mannschaft sicherte sich einen Sieg, so dass am Ende die Sätze den Ausschlag gaben. Braunsbedra (1.) und die SG (2.) qualifizierten sich für das Halbfinale. Der VC musste sich aufgrund eines weniger gewonnenen Satzes mit Platz drei in der Vorrunde begnügen.

In der Vorrundengruppe B spielten USV Halle II, VC Bitterfeld-Wolfen und Fortuna Ballenstedt gegeneinander. Die jungen Mädchen des USV Halle setzten sich mit zwei knappen Siegen als Gruppenerster durch, Zweiter wurde der VC Bitterfeld-Wolfen.

Die Überkreuzspiele zwischen Halle und Schönebeck/Staßfurt sowie Braunsbedra und Bitterfeld waren ebenfalls hart umkämpft. Am Ende schafften Braunsbedra und Schönebeck/Staßfurt mit 2:0 den Einzug ins Finale.

Im Spiel um Platz fünf behielt der VC Staßfurt die Oberhand über Fortuna Ballenstedt. Das Spiel um Platz drei gewann der USV Halle.

Im Finale sah alles nach einem Sieg des SV Braunsbedra aus. Aber die Spielgemeinschaft drehte den zweiten Satz mit 25:23 zu ihren Gunsten und konnte dann nach dem hart umkämpften Tiebreak jubeln.

SG Schönebeck/Staßfurt: Frederike Maschke, Svenja Haupt, Maditha Kredel, Melanie Polter, Evelina Viniarskyte, Saskia Arndt, Katharina Horn, Isabell Arndt, Jasmin Sens, Verena Horrmann, Laura Naujoks

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