Niederlage und Erfolg lagen bei den Tischtennisspielern des TTC "Glück Auf" Staßfurt innerhalb einer Woche dicht beieinander. Mussten sie sich Concordia Nachterstedt noch unglücklich mit 4:9 beugen, so bezwangen sie am Sonnabend Serum Bernburg unerwartet deutlich mit 9:3 und behaupten damit den zweiten Platz in der Landesliga.

Staßfurt. Dieser deutliche Sieg über die Kreisstädter kam auch für Sebastian Busche vom TTC überraschend. "Eigentlich ist Serum besser als es der Tabellenstand aussagt", war er sich sicher. "Aber bei uns lief es von Beginn an gut." So führte Staßfurt nach den Doppeln mit 2:1, wobei die 2:3-Niederlage von Dieter Pieles/Sebastian Busche gegen Thomas Hohenberger/Jörg Jürges eher überraschend kam und sehr unglücklich war. Mit 2:0 führte das Duo der Gastgeber bereits und gab diese Partie noch ab.

Doch mit der 2:1-Führung "spielt man auch das obere Paarkreuz etwas lockerer", erklärte Busche, die Niederlage von Sascha Julius gegen Christian Blum (2:3) machte Meik Vollmer mit seinem 3:0-Erfolg über Hohenberger wieder wett. Und dann schickte Busche seinen "Angstgegner" Enrico Knauff, "gegen den ich, soweit ich weiß, noch nie gewonnen hatte", mit 3:1 von der Platte. Pieles gewann mit 3:1 über Christian Reps, "gegen den er sich immer schwer tut". Peter Bartlitz siegte gegen Michael Pfau mit 3:0. "Glück Auf" führte mit 6:3. "Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns sicher, dass wir das Spiel gewinnen."

Vollmer (3:1 über den starken Blume), Julius (3:0 über Hohenberger) und Pieles (3:2 über Knauff) stellten dann den 9:3-Erfolg sicher. "Wir hatten sicherlich ein bisschen mehr Glück", resümierte Busche, der Gastgeber gewann viele Sätze knapp.

Vor einer Woche war das Team noch vom Pech verfolgt, gegen Nachterstedt verlor es sieben Spiele im fünften Satz oder in der Verlängerung. Zwar war das Endergebnis deutlich, doch nach Sätzen hatte sich Concordia nur mit 28:26 durchgesetzt, bei den kleinen Ballpunkten hatte Staßfurt sogar mit 516:501 gewonnen. "Wir konnten machen was wir wollten, es lief einfach total schlecht."

Dadurch wurde der Kampf um den zweiten Platz noch einmal spannend, "wir hätten lieber gegen Nachterstedt gewonnen", erklärte Busche. Damit wäre ein direkter Konkurrent mit zwei Minuspunkten mehr belastet. Staßfurt muss also wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag kämpfen, ob mit oder ohne Glück. Am kommenden Sonnabend steht nun das Derby gegen den Schönebecker SV II auf dem Programm.

TTC Staßfurt: Julius (1,5), Wetschke (0,5), Vollmer (2,5), Bartlitz (1,5), Pieles (2), Busche (1)

Serum Bernburg: Knauff, Reps, Blume (1), Pfau, Hohenberger (0,5), Jürges (1,5)