Röblingen am See (fna). Sascha Julius dürfte am Sonntag so ziemlich alle Gefühlslagen durchlebt haben. Der Tischtennis-Spieler des TTC "Glück Auf" Staßfurt startete schlecht in das Top-8-Turnier in Röblingen am See, unterlag in seiner ersten Partie Timon Christ vom SV Concordia Rogätz mit 2:3. "Irgendwie verschläft Sascha immer sein erstes Match", wusste Sebastian Busche vom TTC, der als Trainer dabei war.

"Eigentlich wollten wir ohne Druck in das Turnier gehen, hatten uns als Ziel gesetzt, unter die ersten Fünf zu kommen." Doch nun war Julius bereits unter Zugzwang. In der zweiten Partie stand ihm mit Malte Draber (Stahl Blankenburg) einer der Favoriten gegenüber. Und der Staßfurter fand zur Konzentration. Nach dem 3:1-Erfolg hat er sich in den folgenden Partien gegen Michael Mallin vom TTC Gröningen (3:0), Max Höbel vom DjK Biederitz (3:1), Maximilian Wilsdorf von der SG Röblingen (3:0) und Pascal Stumm von der SG Aufbau Schwerz (3:1) spielerisch immer mehr gesteigert und zu seinem Rhythmus gefunden.

Nach sechs Partien führte er mit einem um zwei Zähler besseren Satzverhältnis und musste die Partie gegen den vermeintlich Schwächsten, Tilo Ladewig von TuS Bismark, "eigentlich nur noch gewinnen". Doch inzwischen waren die Partien an den anderen Tischen beendet, 70 Zuschauer versammelten sich um dieses Match. "Da war er ziemlich unter Druck, er hat zu passiv und zu ängstlich angefangen", hatte Busche beobachtet. Mit viel Glück rettete er sich nach dem 1:2-Rückstand noch zum 3:2-Sieg und sicherte sich somit den Titel. Zunächst überwog bei beiden die Erleichterung, dann kam die Freude.