Atzendorf (mnd). Das Ziel lag im Bereich des Möglichen. Bernhard Knoll, der Trainer aus dem Gespann mit Steffen Grohe, hatte es ausgegeben. Nach zwei Niederlagen sollte seine ZLG Atzendorf endlich wieder punkten, am besten dreifach. Die Vorzeichen standen gar nicht mal schlecht. Nach vielen Ausfällen standen endlich wieder mehr Alternativen zur Verfügung, jedoch das Ziel wurde nur bedingt erfüllt. Die Partie der Fußball-Landesklasse gegen den Magdeburger SV Börde II endete 1:1 (1:1).

Rückkehrer Stefan Rock ist eigentlich keine Alternative, er gehört zum Stammpersonal, wenn er fit ist. Das war er in den letzten Wochen nicht, eine Verletzung behinderte ihn. Auch im Spiel gegen den MSV Börde hatte er mit den Nachwehen zu kämpfen. Anfangs defensiver eingestellt, wechselte er in der zweiten Halbzeit in den Sturm. Doch auch dort fand er kaum Bindung zum Spiel, im Gegenteil zu Tobias Sura. Er wusste um die Absicherung von Rock und Steffen Linsdorf, spielte befreit auf und belebte den Sturm der ZLG. So in der 25. Minute, als Sura, von Linsdorf bedient, den Ball an den Pfosten setzte.

Bereits zu diesem Zeitpunkt liefen die Atzendorfer einem Rückstand hinterher. Sascha Eisenträger rutschte der Ball nach einer Flanke aus dem Halbfeld durch die Hände ins Tor. Da waren gerade einmal drei Minuten gespielt und die ZLG hatte fortan Probleme, ihr Spiel zu ordnen. Es fehlte die Abstimmung, vor allem zwischen Abwehr und Mittelfeld. Das nutzten die Magdeburger, die mit diagonalen Pässen auf Julian Stellmacher vor allem in der ersten Hälfte über die rechte Seite gefährlich wurden. Aus einem dieser Angriffe resultierte die größte Börde-Chance, als Stellmacher bis zur Grundlinie durchlief und Michael Hesse bediente, der ebenfalls nur den Pfosten traf. Es sollte eine von wenigen Chancen der Gäste bleiben, denn das Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab. Der Ausgleich der ZLG fiel dann folgerichtig nach einer Ecke. Der Ball landete nach einer Kopfballverlängerung bei Linsdorf, der unbedrängt einnetzte (28.).

Erst nach der Pause gewann die ZLG die Oberhand und verpasste mehrfach den Siegtreffer. So scheiterte Rock nur knapp, als Daniel Ebeling ihn nach dem schönsten Angriff der Partie, einem Doppelpass mit Sura, bediente. Seinen Schuss lenkte Börde-Keeper André Prief zur Ecke. Es blieb beim 1:1. "Wir haben es verpasst, den zweiten Treffer zu erzielen. Uns fehlt die Ruhe vor dem Tor", sagte Grohe. Kehrt diese Ruhe zurück, dann wird auch das Ziel der Trainer zu hundert Prozent erfüllt.

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Sündermann, Franzelius, Rehbein, Mühlenberg (46. Ebeling), Voigtländer, Linsdorf, Ingler, Sura (78. Schleysing), Rock, Knoll (58. Graichen)

MSV Börde II: Prief - Junge, Scharge (50. Hartmann), Nordt, Lüddecke, Matheja, Stellmacher, Seeger, Hesse (78. Sommer), Held, Arns