Ziegelheim (mnd). Mögen sie es doch bitte nicht so spannend machen, muss sich Reiner Baumgart gedacht haben. Der Trainer des HV Rot-Weiss Staßfurt sah zwei grundverschiedene Halbzeiten seiner Mannschaft. Nach einer deutlichen Pausenführung gewann der Mitteldeutsche Handball-Oberligist mit 30:29 (19:11) beim LSV Ziegelheim.

"Insgeheim habe ich gehofft, dass ich mich in den zweiten 30 Minuten entspannt zurücklehnen kann", sagte Baumgart. Nach einer überzeugenden ersten Hälfte war diese Hoffnung nicht unberechtigt. Da Christian Lingk kurzfristig berufsbedingt passen musste, führte David Stolze klug Regie, Sebastian Retting und Sebastian Scholz vollendeten sicher und die Abwehr nahm den gefährlichen Spielertrainer Steffen Moritz dank einer Manndeckung aus dem Spiel. Mit einer 19:11-Führung ging es in die Kabinen. Dort warnte er seine Männer eindringlich: "Das ist es noch nicht gewesen.

Er sollte Recht behalten und statt Entspannung folgte Anspannung pur. Staßfurt schloss die Angriffe zu überhastet ab, scheiterte zudem mehrfach am präsenten Torsten Urwank im Tor der Thüringer. Der Vorsprung schmolz zusehends und war beim 26:26 erstmal aufgebraucht. Der LSV ließ nicht nach, ging sogar mit 28:26 und 29:27 in Führung, scheiterte jedoch viermal an Stefan Wiederhold, sodass die Rot-Weisse die Partie noch umbogen - 30:29.

LSV: Urwank, Ma. Block; - D. Heinig (13), Luding (1), Ulbricht (3/3), A. Heinig (3), Moritz (1), Reusch (5), Wunderlich, Kley (2), Mo. Block (1), Sense

HV Rot-Weiss: Wiederhold, Schliwa - Stolze (4), Richter, Wartmann, Ortmann, Bruchno (2), Retting (9), Jacobi (5), Ernst (1), Rach (1), Hähnel (2), Scholz (6)

Strafwürfe: LSV 6/3 - HV Rot-Weiss 3/2; Zeitstrafen: LSV 9 - HV Rot-Weiss 7