Oschatz (fna). André Hein, der Trainer des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HC Salzland 06, hatte sich ein paar taktische Varianten zurechtgelegt. Mit einer 4-2-Deckung wollte er Carmen Schneider und Nicole Natschka, die gefährlichsten Rückraumspieler des SHV Oschatz, unter Druck setzen und aus dem Spiel nehmen. "Das System hat aber nicht gefruchtet." Der HCS 06 unterlag mit 26:37 (10:18).

Auch nach der Umstellung auf eine 5-1-Deckung, bei der sich zumindest ein kurzzeitiger Erfolg einstellte, "haben wir zu viele Lücken offenbart", resümierte der Coach. Zwar kamen Schneider und Natschka wie erhofft nicht so zum Zuge wie gewöhnlich, doch dafür sind die anderen vier Feldspieler in die Bresche gesprungen. Salzland geriet also frühzeitig in einen Fünf-Tore-Rückstand, dem es ständig hinterherlief. Bis zur Pause wuchs dieser sogar auf acht Zähler an. "Wir haben viele Bälle leichtfertig vergeben, trafen fünf-, sechsmal nur den Pfosten", haderte der Coach mit den Chancen. Zudem fiel Nicole Kramer aufgrund einer Handverletzung zwischenzeitlich aus, was eine Schwächung für das Team bedeutete.

Nach dem Wechsel kamen die Gäste besser in die Partie, verkürzten noch einmal auf sechs Treffer (20:14/37.). "Da keimte ein Fünkchen Hoffnung auf." Aber Oschatz nutzte im Stile einer Spitzenmannschaft weiter die Schwächen in der Abwehr und gewann souverän.

"Wir haben viel probiert, Oschatz war einfach stärker", schätzte Hein ein. Nun hat das Team vier Wochen Pause, bevor es am Sonntag, 27. März, zum HBV Jena geht. "Bis dahin werden wir in Ruhe weiterarbeiten."

HC Salzland 06: Schöne, Tarchewska - Ruthe (6/4), Pätzold (4), Stock (1), Fiedler, Kramer (7/3), Geipel (2), Jäger (4), Stein (1), Reinl, Sacher, Günther (1)

Siebenmeter: Oschatz 6/5 - Salzland 9/7; Zeitstrafen: Oschatz 6 - Salzland 7; Rot: Anne Pätzold (59. Minute) -Salzland-