Westeregeln (bho). Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge waren die Handballer des SV Wacker Westeregeln gegen den MTV Weferlingen gefordert. Mit einer Niederlage gegen den Aufsteiger wäre Wacker in der Tabelle der Verbandsliga Nord den Abstiegsrängen bedrohlich nahe gekommen, doch nach dem 37:30 (18:14)-Heimsieg hat es als Tabellenachter mit 18:20 Punkten wieder fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Dieser Sieg war besonders wichtig, da Wacker an den folgenden Spieltagen gegen die ersten drei der Tabelle, Post Magdeburg, Ilsenburg und Gommern antreten muss.

Die Hausherren erwischten einen guten Start. Den ersten Angriff der Gäste wehrten sie ab und gingen in der zweiten Minute durch Steffen Körtge in Führung. Auch das 2:0 (3.) durch Markus Grau war sehenswert. Den ersten Treffer für die Gäste erzielte Phil Schliephake nur fünf Sekunden später durch eine schnelle Mitte - eine Stärke der Gäste in dieser Partie. Zudem trafen die Rückraumspieler Andy Ost und Marian Hackert fast nach Belieben, sodass Wacker nach 13 Spielminuten mit 4:7 in Rückstand geriet. Doch die Hausherren richteten ihr Abwehrverhalten nun besser auf diese Spieler aus und ließen in den folgenden sechs Minuten keinen weiteren Treffer zu, erzielten aber selbst sieben Tore in Folge zum 11:7-Zwischenstand. Nur wenig später erzielte Linksaußen Steffen Laschke in seinem ersten Spiel nach seiner langen Verletzungspause das 14:8 (21.) in seiner gewohnt sicheren Art über die linke Außenposition. Doch die Gäste verkürzten den Rückstand nochmals bis zum 18:14-Halbzeitstand.

Sofort nach Wiederanpfiff drängte Wacker auf eine schnelle Vorentscheidung. Christian Thamm und Steffen Körtge sorgten mit ihren Toren wieder für den alten Sechs-Tore-Vorsprung (20:14, 32.). Endlich schien Wacker den Gegner in den Griff zu bekommen, profitierte dabei aber auch von den Fehlern der Gäste und setzte sich Tor um Tor ab. Als nach vierzig Spielminuten Tobias Deutscher per Strafwurf zum 27:17 traf, schien das Spiel gelaufen. Weferlingen verkürzte zwar nochmals zum 31:25, doch mehr gelang nicht. Wacker hielt die konsequente Manndeckung gegen Ost und Hackert konsequent aufrecht und gewann 37:30.

Zwar lief bei den Hausherren noch nicht alles rund, doch minimierten sie ihre Fehlerquote gegenüber den letzten Spielen und erzielten endlich mehr als 30 Treffer.

Wacker: Howahl und Beck - Rothe, Chrzan, Deutscher (10/3), Grau (5), Laschke (3), Götze (4), Gorges (1), Körtge (3), Adelberg (1), Feldheim (2), Thamm (8)

Weferlingen: Siegmund - Ost (6), Andreas (1), Ma. Hackert (9/4), Zielke (3), D. Schliephake (5), Schmelzer (1), Mi. Hackert (2), P. Schliephake (2), Behrens, Zeller (1)