Staßfurt (sam). Die personelle Situation beim Handball-Verbandsligisten HV Rot-Weiss Staßfurt II war erneut angespannt. Trainer Uwe Illig reiste am Sonnabend lediglich mit acht Feldspielern und zwei Torhütern zum Dessau-Roßlauer HV II, der ebenfalls mit Besetzungsproblemen zu kämpfen hatte. "Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen", freute sich Illig, angesichts des 24:21 (16:10)-Erfolgs.

Die ersten 30 Minuten gehörten den Staßfurtern, die aus einer sicheren 5-1-Abwehr agierten. So wurde bereits nach fünf Minuten das Kombinationsspiel des Gastgebers unterbunden. "Der Gegner hat kaum noch aus dem Rückraum geworfen", hatte Illig beobachtet. Er kam nur noch über Einzelaktionen zum Erfolg. Das hatte zur Folge, dass sich die Staßfurter einen komfortablen Neun-Tore-Vorsprung herausspielten - 5:14. In der Schlussphase haderte Illig allerdings mit der Chancenverwertung seines Teams. Während es nur noch zweimal traf, war die Reserve des Dessau-Roßlauer HV fünfmal erfolgreich, so dass beim Stand von 10:16 die Seiten gewechselt wurden.

Die zweite Hälfte war dann nichts für schwache Nerven. "Wir haben einfach nicht mehr geduldig gespielt." So schlossen die Rot-Weissen ihre Angriffe überhastet ab und brachten somit den Gastgeber, der den Rückstand zum 16:17 verkürzte, wieder zurück ins Spiel. Doch mehr ließen die Gäste nicht zu und gaben ihre Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand. Der A-Jugendliche Marian Spadt setzte auf Rechtsaußen dann den Schlusspunkt.

Eine sehr starke Partie lieferte erneut Jan Rösler ab. Der Keeper der Rot-Weissen glänzte mit 23 Paraden. In der ersten Hälfte wusste zudem Rückraumspieler Thomas Jesse zu gefallen.

Staßfurt II: Rösler/A. Jesse - Th. Jesse (6), Korin (4), Gödde (9), Illig (1), Panzer (1), Engelhardt (1), Spadt (2)

Siebenmeter: Dessau II 9/6 - Staßfurt II 9/4; Zeitstrafen: Dessau II 7- Staßfurt II 7