Atzendorf (sam). Für die Landesklasse-Fußballer der ZLG Atzendorf sah es am Sonnabend beim SV Arminia Magdeburg lange nicht nach einem Punktgewinn aus. In der 89. Minute erlöste dann Stürmer Steffen Linsdorf sein Team und markierte den 3:3 (1:0)-Endstand.

Die Atzendorfer gehen ihn also weiter, den Weg der kleinen Schritte. Dabei zeigte sich Bernhard Knoll aus dem Trainergspann mit Steffen Grohe angesichts der personellen Lage und der besonderen Platzverhältnisse zufrieden sowie glücklich über den Punkt. "In dieser sehr schwierigen Situation dürfen wir nicht zu viel erwarten. Wir müssen aus wenig, viel machen." Die Gäste kamen auf dem ungeliebten künstlichen Geläuf nur schwer in die Partie. "Der Ball springt und läuft ganz anders als auf Rasen. Da hatte der Gastgeber Vorteile." Die Magdeburger ließen den Ball schnell, direkt und flach durch die eigenen Reihen laufen. So dauerte es auch keine 60 Sekunden bis sich der Gastgeber die erste gute Möglichkeit erarbeitet hatte. Der erste Treffer folgte dann in der 18. Minute. Tim Bansemer hatte sich gut von seinem Gegenspieler gelöst und kam unbedrängt zum Torschuss - 1:0. Dabei hatte der Magdeburger noch Glück, als der Ball durch die Beine von ZLG-Keeper Sascha Eisenträger rutschte.

Im Gegenzug investierten die Gäste nun mehr nach vorn. Es fehlte allerdings das Quäntchen Glück zum Ausgleich. So hörte Knoll beim Versuch von Graichen nur die Latte knallen oder sah im Anschluss, wie der Ball aus dem Gewühl im Strafraum nur knapp über die Latte streifte. Die Abwehr der Magdeburger schien nun nicht mehr so sattelfest, wie noch zu Beginn. Das hatte auch Knoll beobachtet, so dass er in der zweiten Hälfte reagierte.

Allerdings erst nach dem zweiten Gegentreffer durch Ronny Schmidt (54.). Knoll beorderte Linsdorf vom zentralen Mittelfeld, in dem er gut die Fäden zog, in die Offensive neben Graichen und Andreas Ingler. Das zahlte sich dann in der 60. Minute aus, als Linsdorf zum 2:1 verkürzte. Somit waren die Atzendorfer wieder im Spiel. Erst recht, als Graichen nur sieben Minuten später den Ausgleich markierte. Zuvor hatte sich Ingler gut durch die gegnerische Abwehr getankt, sein Schuss landete am Pfosten, der Ball prallte ab und Graichen stand goldrichtig. Doch die Freude wehrte nur kurz, denn in der 74. Minute gingen die Gastgeber erneut durch Schmidt mit 3:2 in Führung. Die Moral der Atzendorfer war ungebrochen. "Das Glück des Tüchtigen" wurde dann in der 89. Minute belohnt.

Arminia Magdeburg: Reiß - Garlipp, Schwabe, Zeuch, Bansemer (75. Fechtner), Gasch, Tietz, D. Fritzsche (46. Schwitzer), Schmidt, Uhlemann (75. Pilz), E. Fritzsche

Atzendorf: Eisenträger - Franzelius, Rehbein, Mühlenberg (70. Ch. Rock), Voigtländer, Linsdorf, Ebeling, Ingler, Graichen, Sündermann, Knoll (46. Schleysing)