Staßfurt (sam). Der Trend des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt zeigt eindeutig nach oben. Aus den vergangenen vier Punktspielen holte das Team von Trainer Reiner Baumgart sechs Punkte, blieb dazu unbesiegt. "Wir wollen den guten Trend auch heute fortsetzen und solange wie möglich ungeschlagen bleiben", gibt Baumgart die Marschroute für das Heimspiel gegen den HSV Naumburg/Stößen vor. Anwurf ist um 16.30 Uhr in der Merkewitz-Halle in Staßfurt.

In der Woche nutzten die Rot-Weissen ein Trainingsspiel beim Sachsen-Anhalt-Ligisten SG Lok Schönebeck, um speziell in der Abwehr einige Varianten im Hinblick auf die heutige Partie auszuprobieren. So wurden insbesondere auf die Abstimmung im Mittelblock und dem aggressiven Heraustreten auf die gegnerischen Halbspieler die Schwerpunkte gelegt. "Die Naumburger haben einen starken Rückraum", weiß Baumgart. Das Ergebnis, die Staßfurter setzten sich mit 30:23 (14:13) durch, spielte aber nur eine untergeordnete Rolle. Die Vorbereitung verlief also problemlos, so dass die Staßfurter gestärkt, auch aufgrund der vergangenen Resultate, in die Begegnung gehen können.

HSV-Trainerin Ines Seidler kämpft schon über die gesamte Saison mit Personalproblemen. "Es ist nicht so einfach, den Ausfall von drei, vier Leistungsträger zu kompensieren." So wurden insbesondere Torschützenkönig Tobias Seyfarth und Marcel Kilz in den vergangenen Partien schmerzlich vermisst. Dazu verlor Seidler noch ihren besten Abwehrspieler Sascha Kluge, der sich in der Partie gegen den HSV Bad Blankenburg einen Sehnenabriss mit Knochenabsplitterung an der Hand zuzog. Dennoch fährt die Trainerin mit ihren Schützlingen nicht nach Staßfurt, "um die Punkte leichtfertig herzuschenken". Sie hofft auf "einen ordentlichen Fight", so wie im Hinspiel, als die Bodestädter schon wie der sichere Sieger aussahen, aber die Naumburger im Endspurt beim 25:25 noch einen Punkt entführten.

Dazu erwartet die Gäste heute noch ein rot-weißes Farbenmeer. Die Verantwortlichen des HV Rot-Weiss rufen nämlich zu einer großen Fanaktion auf. So bezahlen alle Zuschauer und Fans, die in den Vereinsfarben erscheinen, nur den halben Eintrittspreis.