Staßfurt (sam). So richtig wollte der Funke am Sonnabend nicht überspringen. Dabei tat Marén Schulz nun wirklich alles, um ihr Team insbesondere nach Punktgewinnen im Heimspiel gegen den Marzahner VC wieder optimistisch zu stimmen. Die Co-Trainerin des Volleyball-Regionalligisten VC 97 Staßfurt motivierte lautstark. "Es schallte laut in den Wald hinein, aber es kam keine Antwort zurück. Nur die Wipfel bewegten sich ein wenig im Wind", sagte sie melancholisch und mit trauriger Stimme. Die Partie war nach 68 Minuten zugunsten der Gäste mit 3:0 (25:19, 25:19, 25:17) entschieden.

Dabei sollte den Staßfurterinnen insbesondere der Auftritt, trotz der 2:3-Niederlage, gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg II den nötigen Auftrieb für das letzte Punktspiel vor heimischem Publikum geben. Die wenigen Zuschauer, die dann in die Sporthalle des Dr.-Frank-Gymnasiums gekommen waren, sahen einen VC 97, der "ohne Konzept agierte", aber dennoch die Möglichkeit hatte, einen Durchgang für sich zu entscheiden.

Dafür fehlte ihm, wie schon oftmals in den vergangenen Partien, die Alternativen. Eine verwaiste Auswechselbank sagte in dieser Situation eigentlich schon alles aus. Zudem wartete eine neue Herausforderung. "Wir mussten ohne Libera auskommen", betonte Schulz. Trainer Tosten Multischweski nahm am Schiedsrichtertisch Platz, weil kein anderer Protokollführer zur Verfügung stand. So musste Schulz, die selbst noch auf dem Parkett stand, die Mannschaft coachen. Es fiel ihr doch schwer, "die Fäden in den Händen zu halten".

Der VC 97 startete gut, führte mit 5:3 und hielt die Partie bis zur Mitte des ersten Satzes offen. Der Gastgeber setzte durch eine starke Annahme die Akzente, war aber in ihrem eigentlich stärksten Element, den Aufschlägen, zu unkonstant. "Wir haben einfach das Feld nicht mehr getroffen", hatte Schulz beobachtet. Oftmals fehlte auch einfach das Quäntchen Glück zum Punktgewinn - 19:25. Das Dilemma setzte sich im zweiten Durchgang fort, so dass dieser ebenfalls mit 19:25 verloren ging. Allerdings brachte das Team von Trainer Horst Dutz den Gastgeber immer wieder "geschickt ins Rennen. Nur sie konnten es nicht umsetzen". Auch im dritten Durchgang nicht, den der VC 97 mit 17:25 verlor. "Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen", resümierte Schulz, während Dutz den ersten Erfolg in der Rückrunde feierte.

VC 97: Elze, Scheuermann, Schulz, Ackermann, Reuleke, Rogau

Marzahn: Halfpap, Hofsäß, Knaack, Weber, Borrmann, Timm, Tkatsch, K. Brauns, Fr. Brauns