Piesteritz (sam). Ein Sieg des Fußball-Verbandsligisten SV 09 Staßfurt beim aufstiegsambitionierten FC Grün-Weiß Piesteritz konnte am Sonnabend zwar nicht bejubelt werden, aber die Schützlinge von Trainer René Schulze zeigten trotz der 1:3 (1:3)-Niederlage eine couragierte und engagierte Leistung, die Zuversicht für die kommenden Aufgaben gibt.

Das zeigte sich bereits in der Anfangsphase. "Wir sollten das Spiel eng machen und von der ersten Minute präsent sein", betonte Kapitän Björn Friedrichs, der wie auch seine Mitspieler die Marschroute des Trainers beherzigte und gleich umsetzte. Dagegen verschlief der Gastgeber die ersten 15 Minuten. Trainer Uwe Ferl hatte schon die gesamte Saison beobachtet, dass sein Team insbesondere gegen Mannschaften Probleme hat, die gegen den Abstieg spielen. Ferl machte sich daraufhin lautstark bemerkbar. "Wir brauchen wohl immer erst einen Gegentreffer, um aufzuwachen", schätzte er ein. Der ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Die Staßfurter gingen durch Jens Liensdorf, der einen Freistoß direkt verwandelte, mit 1:0 in Führung (20.). Die Freude war natürlich groß. "Es war nur ein kurzer Moment der Freude, denn wir wussten, es liegen noch 70 Minuten vor uns, in denen wir weiter konzentriert spielen müssen", sagte Friedrichs.

Während der Gegentreffer beim Gastgeber die Schlafphase beendete , ließen die Staßfurter eine Schwächephase folgen, in denen sie innerhalb von 15 Minuten drei Gegentreffer kassierten. Stürmer Tobias Klier war es, der die Staßfurter aus ihrem Freudentaumel riss. "Tobias ist eigentlich kein Stammspieler. Aufgrund seiner Leistungen in den vergangenen Partien habe ich ihm das Vertrauen von Beginn an geschenkt und er hat es zurückgezahlt", freute sich Ferl über seinen Schützling.

Den Ausgleich markierte Klier in der 22. Minute. "Wir hatten den Zweikampf auf der rechten Verteidigerseite eigentlich schon gewonnen", hatte Friedrichs beobachtet, aber der Ball konnte nicht gehalten werden. Die anderen beiden Gegentreffer fielen nach zwei Freistößen. Die Gäste hatten vor der Pause noch den Anschluss durch Markus Müller auf dem Fuß. "Dann steht es vielleicht 2:3 und dann nimmt das Spiel eine andere Dynamik", trauerte Friedrichs der guten Möglichkeit hinterher. Doch auch der Gastgeber investierte viel nach vorn, jedoch blieben seine Bemühungen wie auch in der zweiten Hälfte erfolglos. So rettete Staßfurts Verteidiger Marcel Mähnert von der Linie und Keeper Tobias Witte parierte einen Elfmeter. Friedrichs sah viele positive Aspekte und hob die Moral und die mannschaftliche Geschlossenheit hervor.

Piesteritz: Lindemann - Witt, Gallin, Körnig, Da Luz Teobaldo, Niesar (71. Zacke), Naujoks, Richter, Klier (71. Müller), Wiesegart, Stefke

Staßfurt: Witte - Friedrichs, Oehme, Liensdorf, Adam, Härtl, Piele, Roldan-Arias (62. Limpächer), Tonn, Müller (82. Stein), Mähnert