Atzendorf (mnd). Bernhard Knoll aus dem Trainergespann mit Steffen Grohe warnt vor dem kommenden Gegner der ZLG Atzendorf: "Heyrothsberge war bisher die spielstärkste Mannschaft, die uns gegenüber stand." Für ihn wird es daher darauf ankommen, der gegnerischen SV Union auf ihrem heimischen Rasen nicht das Mittelfeld zu überlassen. Anpfiff der Partie ist um 15 Uhr.

"Bis zum Strafraum sah das alles ganz gut aus, danach fehlte ihnen jedoch die Durchschlagskraft", erinnert sich Knoll an das Hinspiel, das 2:2-Unentschieden endete. Dieses Resultat würde dem Trainer angesichts der derzeitigen Situation bereits zufrieden stellen. "Jetzt kommen die Partien, in denen wir punkten wollen und können", sagt der Trainer, der also "mindestens einen Punkt" in Heyrothsberge holen möchte. Dafür sieht er seine Mannschaft vor allem im Mittelfeld gefordert. "Wir müssen stabil stehen, wir müssen präsent sein und für Entlastungsangriffe sorgen", gibt Knoll die Richtung vor. Auf keinen Fall darf der Gastgeber "Tempo aufnehmen". Knoll erwägt daher, das Mittelfeld mit einem Mann zu verstärken.

In jedem Fall möchte er auf die gegen Irxleben überzeugenden Daniel Ebeling und Benjamin Schelysing nicht verzichten. Ebeling, der auf der rechten Seite ein "super Spiel" gemacht hat, soll auch in Heyrothsberge für gefährliche Vorstöße sorgen. Knoll: "Woher er die Kraft nimmt, ist mir ein Rätsel." Diese ging Schleysing, bedingt durch eine Blutspende, aus. Diesmal hofft Knoll, dass die Reserven für etwa 70 bis 80 Minuten reichen.

Doch trotz der positiven Leistungen der beiden Flügelspieler hat Knoll ernsthafte personelle Probleme. Er wird wohl erst am Spieltag wissen, wen er aufbieten kann. So ist fraglich, ob Niels Graichen (muskuläre Probleme) Tobias Sura (grippaler Infekt), Sven Wolter (arbeitsbedingt), Andreas Ingler (privat) und Maik Mühlenberg (krank) eingesetzt werden können. Definitiv fehlen Danny Reuscher (verletzt) und Artur Knoll (krank). Dafür steht Marcel Sündermann wieder im Kader. Vielleicht ist er ja der Baustein, um für Präsenz im Mittelfeld zu sorgen.