Die beiden Fußball-Verbandsligisten SV 09 Staßfurt und Hallescher FC II verbindet eine Gemeinsamkeit. Beide Teams setzen vorrangig auf junge Akteure und gehören daher mit ihren Kadern zu den jüngsten in der Liga. Das erste Aufeinandertreffen gewannen die Hallenser, die sich in Staßfurt deutlich mit 6:1 durchsetzten. Das zweite folgt dann morgen um 15 Uhr auf dem Sportplatz Böllberg.

Staßfurt. Für das Rückspiel rechnen sich die Staßfurter nach dem jüngsten Auftritt beim aufstiegsambitionierten FC Grün-Weiß Piesteritz doch einige Chancen aus. So stimmten Kapitän Björn Friedrichs insbesondere die Moral und die mannschaftliche Geschlossenheit, trotz der 1:3-Niederlage, positiv. "Wir haben trotz des frühen Rückstandes immer nach vorn gespielt und waren nie auf Verwaltung aus", betonte er. Daher lag auch vor der Pause das 2:3 in der Luft, doch Markus Müller vergab die gute Möglichkeit. Zudem lieferte Stürmer Matthias Härtl "eine überragende Partie" ab und auch Mathias Oehme wusste als Innenverteidiger neben Friedrichs zu gefallen. Aufbauend auf dieser Leistung, da ist sich Friedrichs sicher, "sollte in Halle ein Punkt drin sein". Dieser würde dem Punktekonto mehr als gut tun, denn der Vorsprung zu einem Abstiegsplatz beträgt gegenwärtig drei Zähler.

Die Hallenser sind hingegen besser platziert (8.), doch an Aufstieg denkt in Halle niemand. "Unser primäres Ziel ist es, junge Spieler für die erste Mannschaft zu entwickeln", stellte Trainer Arved Neumann klar. Der Start in die Rückrunde verlief für seine Elf "nicht optimal". So trennte sie sich in den jüngsten Partien gegen die SG Union Sandersdorf (2:2) und den Oscherslebener SC (1:1) nur Remis. Die Gründe liegen für Neumann auf der Hand: "Der Kader ist nicht so stark wie im vergangenen Jahr und wir hatten zuletzt viel Pech im Abschluss." Daher glaubt er nicht, dass sein Team erneut das halbe Duzend voll machen wird. "Mir würde schon ein 1:0 reichen." Dafür muss er aber auf Rawan Barakat (verletzt) verzichten. Der Einsatz von Kapitän Marcel Trojandt (verletzt) ist fraglich.