Nun sind sie wieder unterwegs, die Motorradfahrer des MC Schönebeck. Am Sonnabend starteten sie mit der Geländefahrt "Rund um den Hummelberg" in die Saison. Etwa 100 Teilnehmer durfte Horst Bust, einer der Organisatoren der Gastgeber, bei Sonnenschein und anfangs etwas feuchter Piste begrüßen.

Schönebeck. Unter ihnen war Patrick Haase. Für den gebürtigen Staßfurter, der zurzeit in Calbe lebt und für den MC Nienburg startet, war es eine Premiere auf einem neuen Motorrad, eine Maschine mit 250 Kubikzentimetern Hubraum, "eine 250er". Seit November vergangenen Jahres "bin ich erst so richtig aktiv", sagt der 20-Jährige. Zuvor war er mit einer 125er Enduro unterwegs, aber ins richtige Gelände ging es für ihn damit kaum. "Viele meiner Freunde haben auch ein Motorrad", erklärt er, durch sie ist er zu diesem Sport gekommen, mit ihnen war er meist unterwegs. "Ich habe mir das Geld für das größere Motorrad zusammengespart", berichtet er stolz.

Zunächst ging es in den vergangenen Monaten vorwiegend über Feld- und Wiesenwege, wenn es das Wetter überhaupt zugelassen hatte. Am Sonn- abend nun durfte Haase "seine Neue" endlich im Gelände ausprobieren - eine Premiere auf dem Hummelberg sozusagen. "Es war ein super Wettkampf, wir hatten schönes Wetter", berichtet der Staßfurter. In der Einführungsrunde "war es noch ein bisschen matschig", doch durch die vielen Starter "wurde sie recht schnell trockengefahren". Für Haase hat es somit zum fünften Platz gereicht, das ist kein schlechtes Ergebnis für eine Premiere.

Klaus-Dieter Köhn ist schon etwas länger dabei. Der 54-Jährige trat 2003 dem MC Schönebeck bei und besitzt auch erst seit etwa sieben Jahren ein Motorrad. "Ich hatte schon immer Interesse am Motocross, konnte aber bisher nur zuschauen", erklärte er. Früher hat er fast alle Veranstaltungen im Raum Magdeburg besucht, aber nur als Zuschauer. Dann hat er sich den Traum erfüllt. "Ich fahre aber nur in Schönebeck", betonte der Wallwitzer. Und das recht erfolgreich. Am Sonnabend erreichte er in der Klasse 5 den ersten Platz, bei zugegeben nur drei Startern. "Man muss sich selbst überwinden, um sein Ziel zu erreichen", erklärt der passionierte Crossfan. "Es ist immer ein schwerer Kampf", gegen die Maschine, gegen die Strecke. Den hat er am Sonn- abend also erfolgreich ausgefochten, weitere werden folgen.

Die nächste Veranstaltung ist zwar die Fahrt für klassische Motorräder, "aber so ein Gefährt habe ich nicht". Also muss sich Köhn noch bis zum 17. September gedulden, bevor er wieder einen Wettbewerb auf dem Hummelberg absolvieren kann. Womöglich wird auch Patrick Haase dabeisein. Bis dahin wird er seine Qualitäten verbessert haben, er wird als nächstes bei einem Wettkampf in Sachsen starten.