Atzendorf (sam). Zuerst die gute Nachricht - Steffen Linsdorf wurde am Mittwoch erfolgreich operiert. Der Stürmer der ZLG Atzendorf hatte sich am jüngsten Spieltag in der Fußball-Landesklasse beim SV Union Heyrothsberge aufgrund eines Zusammenpralls mit dem gegnerischen Keeper so schwer im Gesicht verletzt, dass er sofort in die Uni-Klinik in Magdeburg eingeliefert werden musste. Der Kiefer, das Nasenbein und das Jochbein waren gebrochen. "Er hat mehrere Platten eingesetzt bekommen", sagte Bernhard Knoll aus dem Trainergespann mit Steffen Grohe, der seinen Schützling heute im Krankenhaus besuchen wird. Ob Linsdorf jemals wieder auflaufen wird ist fraglich. Die erste Diagnose sei, so Knoll, "dass er wahrscheinlich nicht mehr spielen möchte". Ein schwerer Schlag für die Atzendorfer, die noch dazu morgen bei der SG Empor Klein Wanzleben auf Marcus Brüggemann (gelb-rot) und Benjamin Schleysing (Arbeit) verzichten müssen. Anpfiff ist um 15 Uhr.

Dennoch schaut Knoll der Partie zuversichtlich entgegen. "Wenn die Einstellung stimmt und wir Ruhe bewahren, dann sollten drei Punkte möglich sein." Zuletzt zeigte sich die Mannschaft insbesondere spielerisch stark verbessert, agierte aber unglücklich vor dem gegnerischen Gehäuse. So ließ Knoll speziell bei den Einheiten am Dienstag und gestern Standards trainieren. "Wir vergeben zu oft die einfachen Tore. Das ist unser Manko im Moment."

Morgen erwartet Knoll "einen engagierten Gegner, der den vorletzten Strohhalm greifen will, um sich Luft nach oben zu verschaffen". Das will auch die ZLG, die ebenfalls den Vorsprung auf einem Abstiegsplatz - derzeit sind es sechs Punkte - vergrößern will. Dafür rücken die zuletzt fehlenden Andreas Ingler, Stefan Rock, Niels Graichen, Arthur Knoll und Maik Mühlenberg wieder in den Kader.