Die Trefferausbeute von der Siebenmeterlinie war nur gering. Sieben Strafwürfe bekamen die Handballerinnen des HC Salzland 06 II am Sonntag in der Partie gegen den SV Großgrimma zugesprochen, davon wurden lediglich drei verwandelt. Das war allerdings nur ein Manko, das wohl den ersten Saisonerfolg des HCS 06 II in der Sachsen-Anhalt-Liga, verhinderte. Der Gastgeber musste sich dann knapp mit 15:18 (6:9) geschlagen geben.

Staßfurt. Heike Mußmann aus dem Trainergespann mit Marion Rieck rechnete vor: Wären die vier Siebenmeter reingegangen, dann hätten wir gewonnen." Der erste Saisonsieg war also zum Greifen nah, allerdings blieb der Gastgeber insbesondere im Angriff, das war ein weiteres Manko, weit unter seinen Möglichkeiten. Es fehlte einfach der Druck auf die gegnerische Abwehr. So wirkten die Aktionen oftmals ideenlos und harmlos. "Es wird einfach die Kraft fehlen, um richtig durchzuziehen", schätzte Mußmann ein. Zudem wurden insbesondere Rieck und Elfi Seifert immer wieder gesucht, die dann auch Verantwortung übernahmen. Doch oftmals stand entweder das Aluminium im Weg oder die Chancen wurden leichtfertig durch Ballverluste oder einem frühem Abschluss vergeben.

In der Abwehr präsentierte sich der HCS 06 dagegen stark. Die von Mußmann offensiv ausgerichtete 6-0-Abwehr verschob gut zur Angriffsseite und erkämpfte sich Bälle. So verlief die Partie in der ersten Hälfte recht ausgeglichen. Erst nach dem Ausgleich zum 4:4 gelang es den Gästen sich bis zur Pause peu á peu abzusetzen. Der HCS 06 ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause - 6:9.

In der zweiten Hälfte kämpften sich die Salzländerinnen zwischenzeitlich auf einen Treffer zum 8:9 heran, versäumten es dann aber ihre Möglichkeiten weiterhin konsequent zu nutzen. Etwas besser lief es bei Großgrimma, das sich über die Stationen 8:10 und 9:13 zum 10:16 absetzte. Doch die Moral war bei den Salzländerinnen ungebrochen. In den Schlussminuten folgte nochmals eine starke Phase, in der sie sich vom 11:18 zum 15:18 herankämpften. Das war die Niederlage bereits besiegelt. "Der erhoffte Sieg war auf jeden Fall drin", sagte eine enttäuschte Mußmann. Und den verhinderte nicht nur eine schlechte Trefferquote von der Siebenmeterlinie.

HCS 06 II: Braune/H. Mußmann - Zeidler (2), Schrader, St. Mußmann (1), Seifert (3), Förster (2), Kregelin, Kohn-Bolze (2), Hühne, Knape, Kriebel, Rieck (3), Brähmer (1)

Großgrimma: Michael/Schröter - König, Lassen (1), Kupfer (3), Stollberg, M. Schmidt (1), Ludwig (3), S. schmidt (2), Schmalz (8), Graul, Neitzsch, Zelle

Siebenmeter: HCS 06 II 7/3 - Großgrimma 5/3; Zeitstrafen: HCS 06 II 3 - Großgrimma 4