Waghäusel (mgr/sam). Der SSV Waghäusel war am Wochenende Ausrichter des 10. Internationalen Oliver Junior Cups im Badminton. Daran nahmen mehr als 100 Teilnehmer aus Deutschland, Slowenien, Österreich, Italien, Serbien, Slowakei und sogar Ägypten teil. Einziger Starter aus Sachsen-Anhalt vom SV Lok Staßfurt war das Mitglied des "cash\'n fun junior teams" Kenny Nothnagel, der im Einzel sowie im Doppel der Altersklasse U 17 gemeinsam mit Ciaran Fitzgerald (Berlin) ins Rennen ging.

Im Einzel waren Gruppenspiele zur Qualifikation für die Hauptrunde vorangestellt. Dazu mussten vorerst mindestens zwei Partien gewonnen werden, um an ein Weiterkommen zu denken. Kenny trat gegen Jonas Schäfer (SC Geislingen, 21:9; 21:14), Daniel Göricke (PSV Reutlingen, 21:6; 21:6) und Alan Erben (TSG Dossenheim, 21:6; 21:13) an. Ohne Satzverlust und als Gruppensieger hatte er sich für die K.o.-Runde der besten Acht qualifiziert.

Das Viertelfinale gegen den Lokalmatadoren des SSV Waghäusel Fabian Kolberg entschied Kenny ebenfalls in zwei Sätzen mit 21:9; 21:12 souverän für sich. Spannender ging es im Halbfinale zu. Dort wartete mit Patrick Baumann (BC Villingen) ein Spieler des ehemaligen U 16-Nationalteams. Unbeeindruckt dessen, konzentrierte sich der Lok-Schützling auf sein Spiel. Er musste sich nach drei spannenden und hart umkämpften Sätzen (14:21, 23:21 und 20:22) seinem Gegner den Vorrang lassen und erreichte mit dieser Leistung einen ausgezeichneten dritten Platz.

Im Doppel wurden Kenny und Ciaran aufgrund der gezeigten Leistungen und Platzierungen im Vorfeld an Nummer eins gesetzt. Nach einem Freilos in der Vorrunde wartete im Halbfinale das eingespielte Duo Patrick Baumann/Oliver Stein (Baden-Württemberg). Ein tolles Match mit Steigerungschancen bot sich den Zuschauern. Nach einem 21:14 und 19:21 musste der dritte Satz über den Sieg entscheiden. Dieser wurde dann mit 21:16 und einer konstant sicheren Leistung gewonnen. Im anschließenden Finale setzten sich beide gegen Erben (BAW)/Skok (Serbien) mit 21:8 und 21:15, ohne zusätzliche Reserven mobilisieren zu müssen, durch. Kenny kehrte also erfolgreich von der Wochenend-Tour aus dem Rheinland mit Gold und Bronze im Gepäck zurück.