Beim Fußball-Verbandsligisten SV 09 Staßfurt wird es am Sonnabend in der Partie beim Tabellenschlusslicht Naumburger SV 05 einige Veränderungen geben. Die erste auf der Trainerbank: René Schulze wurde in der Woche seines Amtes entbunden und die Mannschaft darüber am Mittwoch in Kenntnis gesetzt. Sein Nachfolger wird heute vorgestellt. Wie bereits im Heimspiel gegen den 1. FC Lok Stendal wird erneut Jens Liensdorf die Kapitänsbinde tragen, da Abwehrchef Björn Friedrichs privat verhindert ist. Anpfiff ist um 15 Uhr.

Naumburg/Staßfurt. Die Naumburger bezeichnen sich selbst als "die Gallier der Liga". Das Team von Trainer Henry Röder hat sich daher nicht umsonst auf die Fahnen geschrieben, "die Großen zu ärgern".Trotz des Tabellenplatzes ist es ihnen schon mehrfach gelungen, den besser platzierten Teams wie beispielsweise dem FC Grün-Weiß Piesteritz (3.) oder zuletzt dem Spitzenreiter SG Union Sandersdorf ein Unentschieden abzuringen. Die Naumburger trennen gegenwärtig sechs Punkte von einem Nichtabstiegsplatz, auf dem die Staßfurter derzeit stehen. "Auch wenn uns die anderen vielleicht schon abgeschrieben haben, wir haben es noch nicht", betonte Röder. So fragte jüngst das Naumburger Tageblatt: "Geht da doch noch was, 05?" Das war nach dem 1:0-Erfolg über den TSV Völpke (15.). Es folgte am vergangenen Wochenende ein 0:0 beim Oscherslebener SC. Den Aufwärtstrend erklärt sich Röder mit der Rückkehr von Schlüsselspielern wie Stürmer Albert Reinicke, der in der Hinserie insgesamt nur eine halbe Stunde auf dem Platz stand oder Toni Henneberg, der zuletzt in der Abwehr die Akzente setzte, sich aber im Spiel gegen Sandersdorf erneut verletzte. Im Hinspiel gegen den SV 09 noch privat verhindert, steht Oliver Eschrich morgen definitiv im Aufgebot. Dennoch ist die personelle Lage angespannt, Röder musste oft improvisieren, er holte sich Verstärkung aus der zweiten Mannschaft. So wird es wohl auch morgen sein, denn einige Akteure sind angeschlagen, so dass sich ein Einsatz erst kurzfristig entscheidet.

Bei den Staßfurtern fehlt neben Friedrichs auch Markus Müller (Muskelfaserriss). Dafür wird wohl Toni Mutschler, der in der Vorwoche gesundheitlich fehlte, wieder zur Mannschaft stoßen. Selbstbewusstsein haben auch die Bodestädter an den vergangenen Wochenenden getankt, so wie beim Halleschen FC II (1:1) oder gegen den 1. FC Lok Stendal (1:1). Doch Liensdorf weiß, dass das Teams insbesondere die Heimspiele gegen unmittelbare Konkurrenten wie Stendal hätte gewinnen müssen, um den Abstand nach unten weiter zu vergrößern. Daher zählen morgen nur drei Punkte, um die Chance auf den Klassenerhalt weiterhin zu wahren. Dass das Ziel erreicht wird, daran hat Liensdorf keinen Zweifel. Dafür soll nun morgen der Grundstein bei "den Galliern der Liga" gelegt werden.