Staßfurt/Freiberg (sam). Katrin Stürzebecher hat schon viele Sporthallen gesehen, die Merkewitz-Halle in Staßfurt allerdings noch nicht. "Ich kenne die Halle überhaupt nicht und freue mich auf Staßfurt", betonte die Geschäftsführerin der Spielbetriebs GmbH des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HSG Freiberg. Zudem hat sie in dieser Saison noch keine Auswärtspartie verpasst. "Wenn ich es einrichten kann, dann bin ich bei den Auswärtsspielen immer dabei." So will sie auch heute gemeinsam mit dem Fanclub auf der Tribüne "für ordentlich Stimmung sorgen". Das will der HV Rot-Weiss Staßfurt noch toppen, denn der Gastgeber hat sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Vor der Begegnung und in der Pause werden die Gernröder Trommler der "Speed Sticks" dem Publikum einheizen. Anwurf ist um 16.30 Uhr.

Für ausreichend Stimmung ist also auf beiden Seiten gesorgt, für den nötigen Nervenkitzel sind dann die Akteure auf dem Parkett verantwortlich. Diesen erzeugten die Staßfurter bereits am vergangenen Wochenende, als das Team von Trainer Reiner Baumgart beim SV Oebisfelde eine schmerzvolle und knappe 35:36-Niederlage einstecken musste. "Wir haben es dem Gegner durch unser körperloses Abwehrverhalten zu leicht gemacht", kritisierte Baumgart das Auftreten. Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr funktionierte nur phasenweise. "Das dürfen wir uns gegen Freiberg nicht erlauben", warnte Baumgart vor den spielstarken Sachsen, insbesondere vor Torhüter Gerd Vogel sowie dem routiniert besetzten Rückraum mit Spielertrainer Jiri Tancos, Karel Vit und Thomas Hruschka. Baumgart muss wohl auf Keeper Stefan Wiederhold, der sich im Derby eine Prellung am Knie zuzog, sowie auf David Stolze (krank) verzichten.

Die Meisterschaft haben die Freiberger bereits abgeschrieben, denn bei drei noch ausstehenden Spieltagen beträgt der Rückstand auf die SG LVB Leipzig fünf Punkte. Ein Ziel bleibt dennoch - die Vize-Meisterschaft. Dafür wollen die Freiberger (34:12 Punkte) heute in Staßfurt den Grundstein legen, denn auch die Verfolger - der HC Elbflorenz Dresden (34:12) und der HSV Bad Blankenburg (33:13) - sind heiß auf Platz zwei. Die HSG will mit ihrer großen Stärke, der mannschaftlichen Geschlossenheit, dieses Ziel erreichen. Darüber würde sich dann nicht nur Katrin Stürzebecher freuen.