Apolda/Staßfurt (sam). Beim Einwerfen im Training ist es passiert. Sebastian Schliwa brach sich die Hand, er bekam den Ball unglücklich an die linke Hand. Er wurde in der vergangenen Woche operiert. Der Keeper des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt steht seinem Team also heute um 17 Uhr beim HSV Apolda und am letzten Spieltag gegen die HSG Wolfen nicht zur Verfügung.

Als Ersatzspieler wird Andreas Stops auf der Bank sitzen, da die Regularien einen Wechsel aus anderen Mannschaften zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zulassen. Doch Coach Reiner Baumgart musste am Donnerstag noch einen weiteren Ausfall schmerzlich zur Kenntnis nehmen, denn Kreisspieler Oliver Jacobi zog sich einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. Sowohl er als auch Christian Lingk (Arbeit) werden der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen. Hinter den Einsätzen von Marco Richter - er konnte aufgrund beruflicher Verpflichtungen die vergangenen zwei Wochen nicht trainieren - und Alexander Ernst, er nahm aufgrund von Schulterproblemen nur eingeschränkt am Training teil, stehen Fragzeichen.

Die lange Saison hat also ihre Spuren hinterlassen und "wir sind froh, dass sie sich langsam dem Ende nähert". Dennoch streben die Staßfurter, die heute "als Rumpftruppe" nach Apolda reisen, einen vollen Erfolg an. Schließlich peilen sie noch den sechsten Tabellenplatz an, auf dem gegenwärtig der SV Hermsdorf steht. Für dieses Ziel müssen die Staßfurter wohl an ihre Leistungsgrenzen gehen, denn die Thüringer haben ihr Ziel Klassenerhalt noch nicht erreicht.

Beim Team von Trainer Ralph Börmel ist die Flamme der Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht erloschen. Dazu trug der jüngste Erfolg im Derby beim SV Hermsdorf bei, als sein Team in den letzten zwei Minuten einen Zwei-Tore-Rückstand (23:25) noch in einen 26:25-Sieg umwandelte und sich mit dem Auswärtserfolg weiterhin die Chance auf den Ligaverbleib wahrte. "Wir haben uns das nötige Selbstvertrauen geholt und müssen auch heute gewinnen, um nicht abzusteigen", verdeutlicht Börmel die Situation. An der nötigen Motivation mangelt es seinem Team nicht. "Der Wille und der Biss sind da. Die Spieler wissen, um was es geht."

Die Staßfurter werden also heute auf eine hochmotivierte Mannschaft treffen, die, da ist sich Baumgart sicher, "weiß, was die Stunde geschlagen hat und bis zum Umfallen kämpfen wird". Dafür stehen Börmel alle Akteure zur Verfügung.

Die Rot-Weissen setzten heute zum letzten Auswärtsspiel in dieser Saison erneut einen Fanbus ein. Dieser um 13.30 Uhr in der Schulstraße in Staßfurt ab.