Borne (sam). Jürgen Dawils ließ sich nichts anmerken. Der Trainer des Handball-Bezirksligisten SV Germania Borne blieb ruhig, als er am Sonnabend von seinen Informanten erfuhr, dass die TSG Calbe II gegen den Tabellenzweiten SV Lok Oschersleben knapp mit 25:24 (10:10) die Oberhand behielt. Dawils behielt die frohe Kunde für sich. "Ich habe meinen Spielern nichts gesagt. Sie sollten sich auf das Spiel konzentrieren." Der Spitzenreiter Borne hatte es nun selbst in der Hand, mit einem Sieg gegen das Tabellenschlusslicht SpG Thale/Westerhausen II den Aufstieg in die Verbandsliga vorzeitig perfekt zu machen. Das gelang ihm eindrucksvoll, denn er setzte sich souverän mit 40:19 (18:10) durch.

Während Dawils eisern schweigte, nahmen seine Akteure dann spätestens in der Halbzeitpause die frohe Botschaft zur Kenntnis. "Andere müssen es ihnen gesagt haben", sagte Dawils, der darüber nicht sonderlich erfreut war. Schließlich galt es, die Spannung noch für die zweite Halbzeit aufrecht zu erhalten. Die erste Hälfte verlief, abgesehen von den ersten Minuten, recht ordentlich. Der Gastgeber gab zu Beginn eine sichere 3:0-Führung leichtfertig aus der Hand. "Wir verwerfen zwei Chancen und lassen die Gäste ins Spiel kommen." Diese glichen zum 3:3 aus. Doch danach kam Borne richtig in Schwung und enteilte bis zur Pause zum 18:10.

In der zweiten Hälfte baute der Gastgeber seinen Vorsprung kontinuierlich aus und feierte am Ende einen ungefährdeten Heimsieg. Der letzte Treffer war besonders sehenswert, den Sebastian Scholz nach einem Doppelkempa mit Christian Fink erzielte. Die Freude über den Sieg und die vorzeitige Meisterschaft fiel nach dem Abpfiff eher verhalten aus, da die Schützlinge von Dawils bereits vom Ergebnis aus Calbe wussten.

Dabei gab es gleich doppelten Grund zur Freude, denn die Reserve schaffte ebenfalls den Aufstieg, allerdings den in die Bezirksliga.