Magdeburg (bho). Für die Verbandsliga-Handballer des SV Wacker Westeregeln gab es am Sonnabend beim Zweiten und Aufstiegskandidaten Magdeburger SV 90 eine herbe Niederlage. Im letzten Auswärtsspiel der Saison unterlagen die Gäste in dieser Höhe verdient mit 18:33 (6:14). Offensichtlich ist mit dem erreichten Klassenerhalt am Spieltag zuvor die Luft raus in dieser durchwachsenen Saison. Für die Magdeburger geht es noch um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga. Die Lemsdorfer führen punktgleich mit Post Magdeburg die Tabelle an, haben aber den direkten Vergleich für sich entschieden und damit beste Aussichten auf den Aufstieg.

Dementsprechend motiviert gingen die Gastgeber in die Partie. Der MSV überrollte die Gäste schon in der Anfangsphase. Bereits nach achteinhalb Minuten führte er mit 6:0. Erst in der neunten Minute gelang Wacker durch Marcel Chrzan der erste Treffer zum 6:1. Bis dahin hatte es viele Chancen ungenutzt gelassen und scheiterte oftmals am überragend haltenden MSV-Keeper Thomas Waelicke.

In der Abwehr war Wacker nicht aufmerksam genug und kam fast immer einen Schritt zu spät, wenn der MSV seinen "Angriffs-Motor" ins Rollen brachte. Auch eine Auszeit vom Trainergespann Matthias Zeidler und Harry Duderstadt in der 17. Minute beim 9:2 brachte keine Besserung im Spiel. Folgerichtig bauten die Magdeburger ihren Vorsprung bis zur Pause zum 14:6 aus. Damit war Wacker schon zur Halbzeit aussichtslos ins Hintertreffen geraten.

Im zweiten Abschnitt ließen die Gastgeber nicht locker und erhöhten durch zwei Treffer von Dennis Schmidt zum 16:6 (34.). Jetzt bahnte sich ein Debakel an und Westeregeln fand in der Folge kein geeignetes Mittel gegen die nicht nachlassenden Gastgeber, die sich in einen wahren Rausch spielten.

Nach dem 20:8 (38.) markierte Wacker endlich mal wieder zwei Zähler in Folge, als innerhalb von einer Minute Christian Jakobi und Christian Thamm zum 20:10 verkürzten. Doch eine Wende war dies nicht. Wacker scheiterte weiter mit klarsten Chancen am Keeper der Gastgeber und präsentierte sich in der Abwehr nicht bissig genug.

In der 50. Minute führte der MSV erstmals mit 16 Toren Differenz - 28:12. Wacker gelang es in den verbleibenden zehn Minuten lediglich, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Am Ende siegten die Gastgeber völlig verdient mit 33:18 und dürfen weiter vom Aufstieg träumen.

Wacker empfängt am Sonnabend am letzten Spieltag den HSV Haldensleben II in eigener Halle und möchte sich mit einer ordentlichen Leistung von seinen Fans in die Sommerpause verabschieden.

Westeregeln: Howahl - Körtge, Jakobi (5), Gorges (3), Chrzan (3), Deutscher (1), Rothe, Thamm (2), Liebscher (1/1), Laschke (2), Rohde (1)

MSV: Waelicke, Wiesner - Pigorsch (4), Schmidt (9), Brunsendorf (3), Schulz (2), Jahns (4), Waschk (4), Rutt (1), May, Galke (6), Pakulat, Sandrock

Siebenmeter: Wacker 2/1 - MSV 0; Zeitstrafen: Wacker 5 - MSV 4; Rot: Chrzan (3x2 Minuten/Wacker Westeregeln /50.)