Staßfurt (sam). Eine erfolgreiche Saison liegt hinter den Poolbillard-Spielern des SV Lok Staßfurt, die am Wochenende am letzten Spieltag in der Bezirksliga mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt wurde.

Die Staßfurter André Jahnke, Lars Zieber, Michael Kirsch, Thomas Kind, Michael Gast und Christian Kirsch wagten nach ihrem Weggang vom PBC Break On Aschersleben im vergangenen Jahr einen Neuanfang beim SV Lok, der in der untersten Liga begann. Für die Bodestädter war es wohl mehr eine Saison zum Warmlaufen für die Landesliga, denn das Sextett dominierte die Bezirksliga nach Belieben. Es holte das Optimum an Punkten (20:0) und verließ zehnmal den Tisch als Sieger. "Wir wären enttäuscht, wenn wir auch nur einen Spieltag verloren hätten. Uns war wichtig, dass hinten die Null steht", betonte Zieber, der schon Oberligaluft in Aschersleben geschnuppert hat.

Auf eine Sache mussten die Staßfurter verzichten - ihren Heimvorteil, denn für die Austragung der Spiele stand ihnen kein Vereinsraum zur Verfügung. "Wir hoffen, dass wir in der neuen Saison die Partien in unserem neuen Vereinsheim durchführen können." Es fand sich schnell eine Lösung für ihr Problem, denn Landessportwärtin Simone Böhnstedt bot den Staßfurtern vor Saisonbeginn an, ihre Heimspiele in Ballenstedt auszutragen. Das Angebot nahm das Sextett dankend an, verteilte während der Saison aber keine Gastgeschenke. Es blieb sich seiner Linie auch am Sonnabend treu, als beim zentralen Abschlusspieltag in Ballenstadt der SV Lok den Gastgeber (PBC Ballenstedt) nach knapp zwei Stunden mit 7:1 besiegte. Im 10-Ball musste sich nur Gast seinem Gegner geschlagen geben. Geschenke gab es erst danach, denn die Staßfurter bedankten sich insbesondere bei Böhnstedt für ihr Engagement.

"Es war in der Saison schwer, uns als Mannschaft zu schlagen", wusste Zieber. In den Einzeln wurden dennoch einige Partien meist unglücklich abgegeben. Der einzige, der in seinen Matches unbezwungen blieb, war Kind. "Für uns ist er nur noch Mister 100 Prozent", unkte Zieber.

Die Staßfurter haben sich schon wieder neue Ziele gesetzt. "wir wollen zur nächsten Fußball-Weltmeisterschaft wieder Oberliga spielen", sagte Zieber. Sie haben nun 56 Monate Zeit, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Das Nahziel für die kommenden Saison heißt erneut Aufstieg. "Das muss drin sein, auch wenn es schwierig wird."

Die nächsten Titel könnten Ende Mai winken. Dann gehen Michael Kirsch, Christina Kirsch (Frauen), Michael Gast (Senioren) und Zieber bei den Landesmeisterschaften in der Disziplin 14/1 in Salzwedel an den Start. "Vielleicht ist sogar eine Überraschung möglich", sagte Zieber.