Westeregeln (bho). Der SV Wacker Westeregeln empfing am Sonnabend zum Saisonfinale in der Handball-Verbandsliga die zweite Mannschaft des HSV Haldensleben. Die Gastgeber holten gegen die Ohrestädter ihren elften Saisonsieg, sie gewannen mit 29:26 (14:10) und beendeten die Serie auf Platz neun. Die Gäste aus Haldensleben wurden Zwölfte und müssen nun abwarten, ob diese Platzierung für den Klassenerhalt ausreicht.

Bei Westeregeln fehlte wegen einer leichten Verletzung Rückraumspieler Christian Thamm und Torjäger Markus Grau (verletzt). Somit spielte Christian Jakobi abwechselnd am Kreis oder im Rückraum. Diese Aufgabe meisterte er schon in der Vergangenheit mit Bravour. Jakobi war es dann, der sein Team in der Anfangsminute in Führung warf. Nur 90 Sekunden später erhöhte Steffen Laschke zum 2:0. Doch die Gäste, denen vom Tabellenende eine furiose Aufholjagd in der Rückrunde gelang, traten zunächst recht selbstbewusst auf und schafften in der vierten Minute den 2:2-Ausgleich. Bis zur achten Minute blieb es weiter ausgeglichen (3:3). Schon jetzt zeigte sich, dass Andreas Howahl im Wacker-Gehäuse einen guten Tag erwischt hatte und seine Mannschaft mit glänzenden Paraden im Spiel hielt. Als Resultat der effektiven Abwehrarbeit setzten sich die Gastgeber durch Tore von Jakobi (2), Christopher Gorges und Marcel Chrzan zum 7:3 ab. Die Haldensleber gaben nicht auf, ging es für sie doch immerhin um den Klassenerhalt. Vier Minuten vor Ende waren sie wieder dran, als Hannes Kruse zum 10:9 verkürzte. Die Aufholjagd hatte offensichtlich doch einige "Körner" bei den Gästen gekostet, denn Wacker enteilte bis zur Pause zum 14:10.

Nach dem Wechsel legte Wacker den Grundstein zum Sieg, als es binnen fünf Minuten zum 18:11 davonzog. Was die Gäste auch versuchten, sie kamen einfach nicht näher heran, denn Wacker stand gut in der Abwehr und hatte mit Howahl einen sicheren Rückhalt im Kasten. Die Sieben-Tore-Führung hielt bis zur 45. Minute (22:15). Dann gelang den Gästen binnen 120 Sekunden drei Tore in Folge zum 22:18 und sie witterten ihre Chance. Und tatsächlich kamen sie zum 26:24 heran. Als Hannes Kruse in der 59. Minute der 27:26-Anschlusstreffer gelang, drohte Wacker die Partie noch aus den Händen zu geben. Doch 50 Sekunden dem Ende behielt Tobias Deutscher beim Siebenmeter die Nerven und verwandelte sicher zum 28:26. Das war die Entscheidung, wobei Heiko Adelberg mit dem Schlusssignal der letzte Treffer für Wacker in dieser Saison zum 29:26-Endstand gelang.

In einer durchwachsenen Saison mit einigen Verletzungssorgen erreichte Wacker am Ende einen sicheren Mittelfeldplatz mit einem fast ausgeglichenen Punktverhältnis (25:27). Gleichzeitig führt Wacker nun mit 381 Zählern die ewige Bestenliste der Verbandsliga Nord, vor TuS-Magdeburg (378) und dem Magdeburger SV 90 (365) an. Der MSV spielt als Staffelsieger in der kommenden Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Wacker: Howahl/Wettin - Körtge (2), Jakobi (9/2), Gorges (3), Chrzan (1), Deutscher (5/1), Rothe, Feldheim (3), Laschke (5), Rohde, Adelberg (1)

HSV II: Ch. Schulz/T. Schulz - H. Kruse (8), Marco Möritz (1), R. Krause (3), Lange (6/3), Kühnel (6), Mucheyer (1), Trappiel, Koch, Dannehl, Ch. Krause (1)

Siebenmeter:6/3 - HSV 6/3; Zeitstrafen: Wacker 10 - HSV 6; Rot: 2x Wacker, 1x HSV