Die jugendlichen Sportkegler Sachsen-Anhalts lieferten sich an zwei Tagen im Vor- und Endlauf spannende Duelle in Schönebeck. Die Anlage, die bestens vom Ausrichter präpariert war, ließ hohe Ergebnisse zu und so überraschte selbst die B-Jugend (elf bis 14 Jahre) mit den kleinen Kugeln, die außergewöhnliche Ergebnisse erspielte und eine erstaunliche Reife zeigte.

Schönebeck (aot). Nicola Just vom Schönebecker SV sicherte sich mit 483 einen Platz im Endlauf der männlichen B-Jugend. Sein Kontrahent Kasper von Concordia Halle zauberte in der Vorrunde bereits 541 auf die Bahn. Im Endlauf geschah Unfassbares, das sogar bei einigen Zuschauern Gänsehaut hervorrief. Just spielte, was manch ein Erwachsener in seiner Karriere nie spielen wird, sagenhafte 565 Kegel auf die Bahn. Damit holte er Kasper, der verdient mit 1094 Punkten den Titel errang, allerdings nicht mehr ein. Dennoch sicherte der junge Schönebecker dem Salzlandkreis mit 1048 den zweiten Platz und fährt ebenfalls nach Eppelheim zu den Deutschen Meisterschaften. Der dritte Platz ging an Walter aus Elsnigk mit 982 Kegel.

Eine weitere Überraschung für den Salzlandkreis verpasste Jennifer Schwerz von Ascania Aschersleben in der weiblichen B-Jugend mit einem Kegel. Sie zeigte ihre gute Veranlagung vom ersten Tag und befand sich somit sofort unter den Titelkandidaten in der Endrunde. Den ersten Platz sicherte sich überlegen Michelle Schulze aus Kretschau mit 1014 Kegel. Ein Ticket war noch zu vergeben, denn auch der Zweitplatzierte fährt zur Deutschen Meisterschaft. So stritten sich die verbliebenden drei Teilnehmer um das begehrte Ticket. Am Ende jubelte Löbejün mit ihrer Starterin Anne Müller, die 942 erspielte. Genauso viele Kegel traf Jennifer Schwerz, die allerdings das schlechtere Räumergebnis hatte. Ein Kegel mehr und es wäre nicht nur der dritte Platz gewesen.

In der männlichenA-Jugend konnte Sebastian Roth vom SV Salzland Staßfurt und seinen 492, dieses Ergebnis bedeutete Rang zehn, zufrieden die Anlage verlassen. Behnisch aus Bernburg verpasste mit 491 und Platz elf ebenfalls die Endrunde. Titelträger wurde Tim Nagel (KSV Lossa) mit 1094.

Dieweibliche A-Jugend hatte noch einen Krimi parat. Am ersten Tag führte Maria Pratsch von Holzweißig. Sie hatte 554 auf der Anzeige stehen und hatte knapp 30 Kegel Vorsprung. Die Endrunde brachte die komplette Reihenfolge durcheinander. Die auf Platz drei liegende Anne Stahlich aus Gommern konnte ihre 515 vom Vortag mit 550 im Endlauf steigern und war plötzlich Landesmeisterin. Das löste bei ihr viele Glücksgefühle aus. Die führende Maria Pratsch rutschte mit ihren 486 sogar noch auf Platz vier ab. Nun war sogar noch Vicky Koch von Ascania Aschersleben im Medaillenrennen. Die Silbermedaille und somit die letzte Fahrkarte nach Eppelheim holte Linda Streuber aus Elsnigk. Vicky Koch überraschte mit Platz drei und 1043 erspielten Punkten.