Atzendorf (sam). Andreas Ingler zeigte sich an den vergangenen Tagen sehr mobil, allerdings nicht mit dem Auto oder dem Fahrrad, sondern auf zwei Beinen. Der Stürmer der ZLG Atzendorf joggte von seinem Wohnort Förderstedt entlang der Bundesstraße zum Training nach Atzendorf und wieder zurück. "Er war bereits vor dem Training durchschwitzt", wundert sich Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll über die Lauffreude seines Schützlings. Lauffreudig und torgefährlich zeigte sich Ingler vor wenigen Wochen bereits im Nachholspiel gegen den SV Altenweddingen, als er seine Mannschaft zum 3:1-Sieg führte. Das Rückspiel in der Fußball-Landesklasse wird heute um 15 Uhr in Altenweddingen ausgetragen.

Dann will Ingler erneut glänzen und viel Torgefahr ausstrahlen. Das würde Grohe ebenfalls freuen: "Vielleicht hat er einen ähnlich guten Tag." Die Atzendorfer erlebten bereits am vergangenen Sonnabend einen schönen Tag, als sie sich trotz der 1:5-Niederlage gegen Germania Olvenstedt den Klassenerhalt sicherten. "Die Anspannung ist der Erleichterung gewichen", weiß Grohe. Nun können die Atzendorfer also in den beiden noch ausstehenden Partien ohne Druck, gewinnen zu müssen, befreit aufspielen. Sie wollen eins nicht, die sechs Punkte einfach herschenken. "Vielleicht können wir die Serie mit zwei Siegen beenden", blickt Grohe voraus. Der erste könnte heute folgen, denn der ZLG liegen die Altenweddinger insbesondere weil sie "eine spielerische Mannschaft sind. Wir können gut mit unseren kämpferischen Qualitäten dagegenhalten."

Für die nötige Motivation wollen wieder Marcel Sündermann und Christian Rock sorgen, die in den Kader zurückkehren. Tobias Sura hat indes noch mit den Nachwehen einer Erkältung zu kämpfen. Dem Trainergespann werden Marcus Brüggemann (verletzt) und Steffen Linsdorf aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Hinter dem Einsatz von Sven Wolter steht noch ein Fragezeichen.