Güsten (sgl/fna) l Am Ende des letzten Heimspieltages in diesem Jahr stand Michael Dietrich immer noch unter Anspannung. Dabei hatten „seine Damen“ doch gerade zweimal gewonnen und somit das selbst gesteckte Ziel erreicht, mit weiteren sechs Punkten den Anschluss an die Spitze der Volleyball-Landesklasse zu halten. „Solche Spiele müssen wir einfach routinierter und konzentrierter zu Ende spielen“, konstatierte der Güstener Coach selbstkritisch. Denn was die Damen des Güstener Freizeitvereins „Eintracht ’91“ abgeliefert hatten, glich einer Achterbahnfahrt.

Ansage fruchtet

Erster Gegner des Spieltages war das Team des HSV Wernigerode. Nach einem guten Start konnte der erste Satz klar mit 25:12 gewonnen werden. Auch den zweiten Durchgang entschieden die Güstener mit 25:22 für sich. Der dritte Satz musste dann aber auf Grund zu vieler eigener Fehler und zu wenig Druck im Angriff an die Gäste abgegeben werden. Nach einer eindeutigen Ansage des Coaches besannen sich die Damen des FZV wieder auf ihre Stärken und konnten so die ersten drei Punkte des Tages einfahren – 25:22 hieß es am Ende des vierten Satzes.

Steigerung in Satz drei

Das zweite Spiel glich einer Blaupause der ersten Begegnung. Gegen den Hederslebener SV 31 begannen die Güstener ähnlich druckvoll und konzentriert – sicher in den Annahmen und variantenreich im Abschluss. Das Ergebnis des ersten Satzes (25:13) zeigte eine deutliche Überlegenheit des FZV. Und dann waren sie wieder da, die kleinen Fehler in der Annahme, die eine oder andere vergebene Aufgabe, die Schwächen in Angriff und Verteidigung. „Das sind zum Großteil vermeidbare Fehler. Dadurch machen wir den Gegner stark und uns das Leben unnötig schwer“, fasste der Coach zusammen. Mit 23:25 wurde der zweite Satz abgegeben. Aber Dietrich schien wieder die richtigen Worte gefunden zu haben, denn durch eine klar erkennbare Steigerung gingen Satz drei und vier am Ende deutlich und verdient an das Güstener Team (25:21, 25:13).

Teamgeist und Moral stimmen

Befragt man den Güstener Trainer nach dem Fazit dieses Spieltages, ist seine Antwort genauso kurz wie passend: „Wir brauchen einfach mehr Konstanz in unserem Spiel.“ Denn am Ende siegten der Teamgeist und die Moral der Mannschaft über spielerische Defizite. Als aktueller Tabellenzweiter hat die Mannschaft sich selbst und den Fans ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk gemacht und weiterhin alle Möglichkeiten, um den Aufstieg mitzuspielen. Ein Umstand, den auch die Betreiber des Gasthofes „Zum Schwarzen Bär“ in Güsten, Steffi und Thomas Ritter, sehr freut. Als treuer und verlässlicher Sponsor unterstützen sie den Freizeitverein Eintracht ’91 Güsten seit Jahren.