Stendal l In einem Testspiel auf Schneeboden haben die Kicker von Lok Stendal am Sonnabend Stahl Brandenburg daheim mit 3:2 (0:2) bezwungen.

In der Partie zweier Verbandsligisten - die Brandenburger sind Vorletzter ihrer Liga - waren dem Zufall auf Grund des doch schwierigen Untergrundes Tür und Tor geöffnet. Dennoch waren beide Seiten froh, diesen Test im Freien bestreiten zu können.

"Wir haben oft und hart trainiert. Die Spieler dürften fertig sein", sagte Lok-Trainer Sven Körner vor diesem Test. Dennoch war es in der Folge seine Mannschaft, die zumeist in der Offensive lag und die Brandenburger Abwehr beschäftigte.

Franz Erdmann schoss den Ball in der zehnten Minuten per Freistoß an die Latte des Gästetores und Lok stand weiter unter Dampf.

Doch es waren die Gäste, die bei ihrem ersten ernsthaften Angriff den Treffer Nummer eins in der Begegnung erzielten. Tim Kakoschke schoss das Leder in die linke Torecke - 0:1.

Nach knapp 20 Spielminuten war es auf der anderen Seite Benedikt Nellessen, der das Spielgerät am Pfosten vorbei bugsierte.

Die Brandenburger waren in ihrem Angriffsspiel zunächste entschieden effektiver. Mit relativ wenig Aufwand kamen sie in der 29. Minute durch Dima Ronis zum 0:2.

Praktisch im Gegenzug herrschte Alarmstimmung im Brandenburger Strafraum. Lok antwortete mit weiteren wütenden Angriffen, kam jedoch bis zur Halbzeit nicht zum erfolgreichen Angriff.

"Wir haben zu wenige Anspielstationen"

Während Brandenburgs Trainer in der Pausenansprache seine Zufriedenheit zum Ausdruck brachte ("wir haben umgesetzt, was wir wollten"), kritisierte Lok-Coach Körner: "Wir haben zu wenige Anspielstationen und sind im Zentrum zu offen."

In der zweiten Spielhälfte stand die Stendaler Abwehr besser, obwohl die Gäste in der 57. Spielminute noch einmal den Lok-Pfosten trafen. Stendals Team wechselte jetzt nach und nach, was keineswegs einen Bruch im Spiel erzeugte. Während die Brandenburger Offensive nunmehr praktisch nicht mehr stattfand, steigerte sich die Stendaler Mannschaft und wurde dafür mit dem Anschlusstreffer durch den eingewechselten Niklas Buschke belohnt (77.).

Der in den Angriff beorderte Franz Erdmann sorgte schließlich mit zwei weiteren Treffern in der Schlussphase dafür, das das Spiel noch zu Gunsten der Altmärker gedreht wurde.

Es gibt Neuigkeiten im Stendaler Kader: Junior Mvele ist zum Oberligisten (NOFV Nord) 1. FC Neubrandenburg (10. Platz) gewechselt. Die personelle Lücke wird mit großer Sicherheit durch den gegenwärtig zur Probe aufspielenden Franzosen Ouzmane geschlossen. Für ihn ist durch den Verein die Spielgenehmigung beantragt worden. Das kann allerdings dauern, weil der Weg auch über den französischen Verband gegangen werden muss.

Edgar Krause (verletzt) und Vincent Kühn (Erkältung) sind derzeit verhindert. Während des Tests betrieben Danny Meier und Robin Kozik Lauftraining.

Stendal: Ronneburg - Gebauer, Groß, Luhaka, Weihrauch, Erdmann, Schubert, Karaterzyan, Nellessen, Juninho, Ouzmane (N. Breda, L. Breda, Lange, Strube, Buschke, Thiemann, Marhold, Lehmann, Liebisch).

Schiedsrichter: Felkel (Salzwedel), Zuschauer: 50, Torfolge: 0:1 Kakoschke (12.), 0:2 Ronis (29.), 1:2 Buschke (77.), 2:2, 3:2 Erdmann (85., 88.).

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