Bismark l Fußballer sind es meist gewohnt, für den Gewinn von wichtigen Spielen oder Turnieren eine Ehrung zu erhalten. Am Donnerstag gab es für die D-Junioren des TuS Bismark aber eine Auszeichnung auf nicht sportlichem Gebiet.

"Die Folgen des Hochwassers für Sachsen-Anhalt wären weit gravierender gewesen, hätten nicht zehntausende Menschen spontan geholfen. Diesen selbstlosen Einsatz wollen wir würdigen", sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Zu den freiwilligen Helfern zählten im Sommer 2013 auch 13 Jugendliche und acht Elternteile der damaligen D-Junioren des TuS Schwarz-Weiß Bismark. Am Donnerstag wurden sie für ihren Einsatz mit der Hochwasser-Ehrennadel geehrt. "Die Auszeichnung ist ein kleiner Dank für Bürgerinnen und Bürger, die Großes geleistet haben", so Haseloff weiter.

Eike Trumpf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, besuchte den Fußball-Nachwuchs beim Training in Bismark, um die Auszeichnung vorzunehmen. "Ich möchte mich nochmals recht herzlich für eure Unterstützung bedanken", sagte Trumpf. "Die Auszeichnung ist altersunabhängig und deshalb erhaltet auch ihr für eine tolle Mannschaftsleistung eine Urkunde und Nadel."

Im Anschluss daran überreichte der Bürgermeister allen anwesenden Jugendlichen und Eltern persönlich ihre Auszeichnung. Für die Bismarker gab es dann eine zweite Würdigung, von der Frank Motejat den Jugendlichen und Eltern berichtete und dabei zitierte: "Wir als VfL Wolfsburg haben im Vorjahr nach dem Hochwasser selbst Hand angelegt, um den Wiederaufbau im betroffenen Gebiet voranzutreiben", erklärte Robin Joop, Ansprechpartner des Projekts "Anstoß VfL", zu dessen Partnern auch der TuS Schwarz-Weiß Bismark zählt. "Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass auch unsere Partnervereine und in diesem speziellen Fall Jugendliche ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben. Diesen Einsatz möchten wir zusätzlich würdigen und die gesamte Mannschaft zu einem Heimspiel in die Volkswagen Arena einladen", so Joop weiter.

Am 8. Juni 2013 reisten die Bismarker Nachwuchskicker unmittelbar nach einem Pflichtspiel nach Büttnershof, um ihren Beitrag im Kampf gegen das Hochwasser an der Elbe zu leisten.

"Die Kinder sollten lernen, durch helfen auch etwas erleben zu können", erklärte Frank Motejat. So wurde es ein Tag für die Familie. Zuerst wurden Sandsäcke gefüllt und die Kinder durften auch einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit von der Bundeswehr und ihrer Technik werfen, bevor es zum Ausklang des Tages zum Baden ging.