Wernigerode (ige). Mit drei Turnieren in der Wernigeröder Kohlgartenhalle hat der Kreisfachverband Fußball Harz am Wochenende die Hallen-Kreismeisterschaften fortgesetzt.

Zum Abschluss der Vorrunde qualifizierten sich in der Gruppe 10 der FC Einheit Wernigerode II und Rot-Schwarz Reddeber/Minsleben souverän für die Zwischenrunde, die bessere Tordifferenz gab letztlich den Ausschlag für den Staffelsieg der Hasseröder. Diese standen somit gleich am nächsten Vormittag wieder auf dem Parkett, mussten aber in der Gruppe 3 der Vorschlussrunde mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen. Dabei hatte die Einheit-Reserve bis zum letzten Spiel noch die Chance auf ein Weiterkommen, doch die 0:2-Niederlage gegen den Mitkonkurrenten SG Dankerode II besiegelte das Aus. Die Dankeröder zogen dagegen als Tabellenzweiter in die Zwischenrunde ein.

Der Gruppensieger wurde im vorletzten Turnierspiel zwischen dem Titelaspiranten Eintracht Osterwieck und dem Hessener SV ermittelt. Beide Mannschaften hatten im vorletzten Spiel gepatzt, Osterwieck unterlag Dankerode II mit 2:4 und Hessen verlor trotz zweiminütiger Überzahlsituation gegen Hausneindorf mit 0:1. Mit einem 3:1-Sieg wurde Eintracht Osterwieck seiner Favoritenrolle gerecht und dürfte nun auch bei der Endrunde in Halberstadt am 29. Januar als heißer Anwärter auf den Hallen-Kreismeistertitel gelten. Im letzten Spiel der Gruppe 3, die mit drei Zwei-Minuten-Strafen recht fair verlief, verbesserte sich Blau-Weiß Hausneindorf mit einem 6:4-Sieg gegen enttäuschende Quedlinburger auf Platz vier.

Am Nachmittag waren die Teams des Altkreises Wernigerode nahezu unter sich, einzig Schwarz-Weiß Badeborn war aus dem Quedlinburger Raum vertreten. Auch hier fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde, gleich vier Teams hätten sich noch für das Finale in Halberstadt qualifizieren können. Badeborn hatte mit einem 1:0-Sieg gegen Veckenstedt vorgelegt, war in dieser Partie durch die Rote Karte gegen Torwart Jürgen Schmidt wegen Schiedsrichter-Beleidigung allerdings auch sehr negativ aufgefallen.

Im vorletzten Spiel sicherte sich der SC 1919 Heudeber den Gruppensieg, nachdem sie im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Langeln gleich dreimal einen Rückstand egalisierten und am Ende mit 5:4 gewannen. Durch dieses Ergebnis war auch Reddeber/Minsleben aus dem Rennen. Die Rot-Schwarzen unterlagen im letzten Spiel dem SV Veckenstedt mit 0:5, durch den hohen Sieg verdrängte der Harzoberligist die Badeborner aufgrund der besseren Tordifferenz noch von Platz zwei. Zwei negative Schlagzeilen hatte die Gruppe leider auch zu bieten: Zum einen reiste TuS Elbingerode nicht an, die Absage wegen Personalsorgen kam dabei überaus kurzfristig. Auch die Fairness ließ mit sechs Zwei-Minuten-Strafen und einer Roten Karte zu Wünschen übrig, wenngleich einige Entscheidungen sehr umstritten waren.