Nach vier siegreichen Spielen in Folge hat die Positiv-Serie der Kicker von Lok Stendal gestern ihr Ende gefunden. Im heimischen Stadion Am Hölzchen gab es vor der stolzen Zahl von 559 Zuschauern gegen den Schönebecker SC eine herbe 1:3-Niederlage.

Stendal l Natürlich waren die Schönebecker durch die Stendaler Siegesserie vorgewarnt und hatten sich auf diese Partie am Hölzchen gründlich vorbereitet.

Von Beginn an gingen sie sehr konzentriert zu Werke und beeindruckten den Gastgeber mit ihrer forschen und offensiven Gangart. In der 15. Spielminute stand es nach Eckbällen 5:0 für die Gäste.

Die Lok-Akteure, die eigentlich das Geschehen auf dem Rasen kontrollieren wollten, waren beeindruckt, leisteten sich etliche Abspielfehler und liefen auch sehr oft ins Abseits. Mit solch einem Druck durch den Kontrahenten hatten sie offensichtlich nicht gerechnet.

Als der in der 24. Minute durch einen Flachschuss von Felix Krüger mit 1:0 in Führung gingen, wuchs der Druck noch an. Kurz zuvor hatte sich Stendals Keeper André Ronneburg noch zweimal mit Paraden auszeichnen können.

Als die Gastgeber langsam besser ins Spiel zu kommen schienen, gab es noch vor der Halbzeitpause den nächsten Rückschlag. Der Schönebecker Brasilianer de Oliveira schraubte sich nach einem Eckball seiner Mannschaft im Strafraum am höchsten und köpfte zum 2:0 für seine Farben ein (41.). Zuvor besaß Ouzmane die bis dato beste Chance für die Lok-Elf. Eine Flanke von Juninho von rechts konnte er jedoch nicht verwerten, sondern lenkte das Leder über das Gehäuse.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff war es mit Vicent Kühn einer der gestern besten Lok-Spieler, der zweimal sehr gut abzog, doch in einem Gegenspieler fast auf der Linie und Schönebecks Keeper seine Meister fand.

In der zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern, bessere Akzente in der Offensive zu setzen. Nach knapp einer Stunde besaß Ouzmane eine klare Chance aus Nahdistanz zum Anschlusstreffer. Die vergab er allerdings kläglich. Auch Benedikt Nellessen gelang zunächst kein Torabschluss.

Die Stendaler mussten allerdings vor Schönebecker Kontern auf der Hut sein. In der 76. Minute foulte Marius Weihrauch seinen Gegenspieler im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Felix Krause zum 0:3 .

Nellessen war es, der in der 88. Minute das Ehrentor für die Lok-Elf schoss.

"Wir waren nicht in der Lage, richtig ins Spiel zufinden. Schönebeck war routinierter und hat das voll ausgespielt", resümierte Keeper Ronneburg.

Stendal: Ronneburg - Gebauer, Luhaka, Groß, Weihrauch - Erdmann, Krause (64. Buschke) - Kühn (86.Karaterzyan), Nellessen - Ouzmane (80. L.Breda), Juninho.

Zuschauer: 559, Schiedsrichter: M. Weiß (Sülzetal), Torfolge: 0:1 F. Krause (24.), 0:2 de Oliviera (41.), 0:3 Krause (76./ FE), 1:3 B. Nellessen (88.).