Zum ersten Mal seit dem Abstieg aus der Landesliga im Jahr 2009 hat Blau-Gelb Goldbeck ein Pflichtspiel auf dem Kreveser Gänseberg gewonnen. Am Sonnabend reichte im Altmarkpokal-Halbfinale ein Tor von Patrick Huth zum knappen Weiterkommen.

Krevese l Goldbecks Trainer Andreas Kahlow konnte es auch Minuten nach dem Abpfiff noch nicht fassen. Er hat sich mit seiner Mannschaft für das Endspiel im Stendaler Hölzchen qualifiziert, in Krevese. Also an dem Ort, den die Goldbecker so mögen, dass sie sich dort lange Zeit nicht mal umgezogen haben. Seit Kahlow das Traineramt bei den Blau-Gelben übernommen hat, ist dies anders. Das früher hitzige Derby ist zwar immer noch heiß, aber meist nur auf den Zuschauerrängen. Auf dem Platz merkt man den Respekt untereinander.

Vor 325 Zuschauern waren die Gäste schneller in der Partie, stellten die Räume gut zu, wirkten entschlossen in den Zweikämpfen und ließen kaum eine Torchance zu. Die eigene Offensive bestand in Durchgang eins ebenfalls nur aus Standardsituationen. Das torlose Remis zur Pause war die logische Folge. Zu einem echten Pokalfight wandelte sich die Partie nach dem Goldbecker Führungstor durch Patrick Huth. Einen schlecht gespielten Kreveser Pass leitete Gordon Klautzsch direkt auf den Torjäger weiter, der setzte sich gegen seinen Bewacher Daniel Rix durch und ließ Diezel keine Abwehrchance. Nach seinen zwei Treffern im Punktspiel (3:3) avancierte Patrick Huth also erneut zum Albtraum für den KSV. Das Hansens-Team suchte postwendend die Antwort, machte erstmals in dieser Partie richtig Druck. Zwei Minuten nach dem Rückstand bediente Philipp Noack den freistehenden Jan-Peter Ernst, doch Sebastian Braune parierte stark. Die Goldbecker Defensive verstand es in der Folge, den Gastgeber nicht zum Abschluss kommen zu lassen. Krevese fehlte die Ruhe, die Passsicherheit und das Selbstvertrauen, um sich klare Möglichkeiten herauszuspielen. Je länger die Partie dauerte, desto hitziger wurde sie. Jeder Zweikampf wurde vom Publikum lautstark kommentiert. In der ersten Minute der Nachspielzeit bewahrte Sebastian Braune seine Mannschaft vor der Verlängerung. Der ehemalige Kreveser parierte einen Tingler-Kopfball aus Nahdistanz glänzend. Kiebach verpasste den Abpraller nur um einen Wimpernschlag. Der Goldbecker Traum vom Endspiel wurde Wirklichkeit.

Tor: 0:1 Patrick Huth (49.).

SR: Alexander Machui.

 

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