In der Fußball-Landesklasse, Staffel I, stehen noch vier Spieltage auf dem Programm. Am morgigen Sonnabend fährt Tabellenführer Kreveser SV erneut in die Westaltmark.

Stendal l Insgesamt sind an diesem 27. Spieltag gleich drei Kreisderbys (in Uchtspringe, Uenglingen und Warnau) angesetzt.

Wird es an der Tabellenspitze der Landesklasse doch noch einmal spannend? Die 0:1-Niederlage der Kreveser in Diesdorf hatte in der Vorwoche wohl kaum jemand auf dem Plan. Damit kommt nicht nur etwas Leben in den Aufstiegskampf, sondern auch in das Ringen um den Klassenerhalt.

"Ich habe die Qual der Wahl, wen ich auflaufen lasse."

Morgen fahren die Kreveser (1. Platz/55 Punkte) erneut in die Westaltmark. Aber mit noch einer Niederlage des KSV ist nicht zu rechnen - zu schwach präsentierte sich das Schlusslicht VfL Kalbe (16./11) zuletzt. Bei einem Gästesieg könnte die Mannschaft von Holm Hansens unter Umständen Staffelsieg schon perfekt machen. Dazu muss die Konkurrenz aber patzen.

Krevese-Verfolger Medizin Uchtspringe (2./48) erwartet zum Derby das Team von Germania Tangerhütte (12./30). "Außer Roggenthin sind alle an Deck. Ich habe die Qual der Wahl, wen ich auflaufen lasse. Wir wollen das Heimspiel natürlich erfolgreich gestalten und werden Tangerhütte nicht unterschätzen. Wir erhoffen uns viele Zuschauer, die Mannschaft hat es sich erarbeitet", sagte Medizin-Trainer Jörn Schulz.

Die Germanen haben zwar noch acht Punkte Luft zum ersten Abstiegsplatz, sind aber noch nicht ganz durch. Sollten sie an die zweite Halbzeit gegen Goldbeck (2:3-Niederlage) anschließen, haben sie durchaus eine Chance. Spielt Tangerhütte wie in der ersten Halbzeit, sind die Gäste chancenlos. Fehlen wird Tim Reiter, der in der Vorwoche die Ampelkarte sah.

Ein weiteres Kreisderby ist bei Viktoria Uenglingen (13./28) angesetzt. Dort gibt der FSV Havelberg (10./39) seine Visitenkarte ab.

Uenglingen hat noch sechs Zähler Luft

Ab der Vorwoche wird in Uenglingen wieder etwas mehr gezittert. Jetzt sind es nur noch sechs Zähler Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsrang. Ein Heimsieg ist fast Pflicht. Die Domstädter haben jedoch nichts zu verschenken, für sie wird es am Ende der Saison als Aufsteiger einen guten Mittelplatz geben.

Das dritte Kreisderby ist beim SSV Havelwinkel Warnau (8./40) angesetzt. Pokalfinalist Blau-Gelb Goldbeck (3./48.) wird von der Kühne-Elf erwartet.

"Unser Ziel ist Platz zwei", sagte Goldbecks Trainer Andreas Kahlow. Deshalb streben die Gäste nach dem 3:2-Erfolg in Tangerhütte einen weiteren Auswärtssieg an. Fehlen wird Daniel Gross, der zuletzt in Tangerhütte die Ampelkarte sah. Havelwinkel Warnau ist sehr heimstark, das hat Gardelegen in der Vorwoche zu spüren bekommen, denn Warnau siegte 4:1.

Kein Derby steht für Rot-Weiß Arneburg (4./45) auf dem morgigen Spielplan. Das Team um Trainer Mario Forstreuter tritt bei der Reserve des Haldensleber SC an.

Noch vor einige Wochen war anzunehmen, dass sich die Börde-Kicker aus dem Abstiegssumpf ziehen werden. Davon ist nicht auszugehen. Gewinnt Arneburg morgen, dann ist Haldenslebens Zweite definitiv abgestiegen.

Interessant aus ostaltmärkischer Sicht ist noch das westaltmärkische Derby zwischen Liesten und Diesdorf.

Sollte Diesdorf morgen verlieren und Viktoria Uenglingen gegen Havelberg gewinnen, dann ist der Abstiegskampf auch schon so gut wie entschieden.